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      Die Ruhrtriennale hat eine neue Intendantin. Stefanie Carp, ihre rechte Hand
      Christoph Marthaler, sowie ihr Kreativteam stellten in Essen sich und ihr
      Programm für 2018 vor. Es gibt 33 Projekte, davon 20 Eigen- oder Ko-Pro-
      duktionen zu erleben. Über 920 Künstler aus über 30 Ländern werden dabei
      mitwirken. Dabei wird ein originales Flugzeug zum Festivalzentrum.

      Das Motto lautet "Zwischenzeit". Ganze Gesellschaften, die Welt und unsere
      Lebensverhältnisse sind in starken Umbrüchen begriffen. Die erste Welt lebt
      weit über ihre Verhältnisse, was dazu führt, dass die Lebensbedingungen in
      der 3. Welt sich drastisch verschlechtern. Flüchtlingsströme machen sich auf
      den Weg. Wir müssen damit umgehen lernen und selber Abstriche machen
      bzw. teilen. Sonst gehen wir selbst unter. Die Menschen dieser Erde können
      nur als eine Gesellschaft überleben. Wir leben in einer "Zwischenzeit".

      Das Programm ist umfangreich und einer Ruhrtriennale absolut würdig. Beson-
      dere Orte mit dem gewissen Charme sind wieder mit dabei. Im Landschafts-
      park Duisburg, das Salzlager, die Grand Hall und PACT auf Zollverein, das
      Maschinenhaus in Essen, die Maschinenhalle Zweckel in Gladbeck oder die
      Zeche Lohberg in Dinslaken. Einige Veranstaltungen finden in der Lichtburg in
      Essen, im Musiktheater im Revier in Gelsenkirchen, im Museum Folkwang in
      Essen oder in der Dortmunder Nordstadt statt. Viel hat sich nicht geändert,
      wie auch das die Jahrhunderthalle Bochum als Spielort. Hier ist wieder das
      Festivalzentrum beheimatet. Es wird vermutlich ein echtes Highlight der
      Ruhrtriennale. Das stets sehr kreative Raumlabor Berlin wird quasi auf dem
      Vorplatz ein Flugzeug aus originalen Teilen landen oder abstürzen lassen,
      ganz wie man es will. Die Eröffnungsrede hält am 9. August Vandana Shiva,
      eine indische Atomphysikerin und Aktivistin.

      Ob Konzerte, Tanzdarbietungen, Performances, Opern, Schauspiele, Musik-
      theater oder Installationen, alles vermischt sich miteinander. Kein Genre steht
      für sich alleine. Musikalisch hört man neben westlichen Klängen auch
      libanesisch-türkische Klänge. Die Tanzchoreografien sind ebenso international
      geprägt, von Südafrika bis Südamerika. Einen Höhepunkt verspricht die Welt-
      premiere "Universe, incomplete" in der Jahrhunderthalle zu werden, mit Musik
      von Charles Ives, den Bochumer Symphonikern und Schauspielern. Die
      gesamte Jahrhunderthalle soll dabei bespielt werden. An selbiger Stelle wird
      "Das Floss der Medusa" aufgeführt, ein Oratorium von Hans Werner Henze.
      Ebenfalls spannend klingt der begehbar Film "Diamante", eine sechs Stunden
      lange Aufführung in der Kraftzentrale im Landschaftspark Duisburg. Die Aus-
      züge aus dem Programm machen schon Appetit.

      Die Urbanen Künste Ruhr bespielen eine ehemalige Kirche in Duisburg-
      Rheinhausen mit einer 3-Kanal-Video-Installation, die die das Verhältnis der
      Friedrich Krupp AG zu den sozialen Verhältnissen im Ruhrgebiet thematisiert.

      Die junge Triennale befasst sich mit den Ängsten der teilnehmenden
      Jugendlichen. 2018 geht es um das Thema Sexualität als Diskussionsthema.

      Es gibt attraktive Ermäßigungen für Schüler, Studenten und Schulklassen.
      Auch die jungen Besucher bekommen eine sehr faire Chance, die Aufführ-
      ungen zu besuchen.

      Laufzeit: 9. August bis 23. September 2018

      Festivalzentrum "Third space" in Bochum
      "Vom Nutzen der Angst - The Politics of Selection" in Duisburg
      "The head & the load" in Duisburg
      "The Factory" in Essen
      "Diamante" in Duisburg
      "Bekannte Gefühle, gemischte Gesichter" in Gelsenkirchen

      www.ruhrtrienale.de