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      Ein großer Erfolg waren die "Ruhr Games" in Duisburg. In 17 Sportarten
      maßen sich rund 5.600 internationale Sportlerinnen und Sportler. Ort des
      größten europäischen Sportfestivals der Jugend war zu großen Teilen der
      Landschaftspark Duisburg-Nord, ein idealer Ort für rund 110.000 Besucher an
      vier Tagen.

      Es war die dritte Austragung, nach Essen (2015) und Dortmund (2017). In
      Duisburg wurden die Besucherzahlen quasi verdoppelt. Das sehr kompakte
      Konzept an diesem spannenden Ort kam an. 80% aller Wettbewerbe fanden
      im Landschaftspark statt. Der Rest war im Sportpark Wedau zu erleben.
      Zwar gab es auch ein Street-Soccer-Turnier, aber der Schwerpunkt lag ganz
      klar auf den Sportarten, die sonst im Schatten von König Fußball doch
      merklich untergehen. Hier konnte man sie mal ganz nah betrachten. Beim
      Judo oder Ringen ging es mächtig zur Sache. Die Mannschaftskämpfe
      waren spannend in der Kraftzentrale zu beobachten. Das sehr körperbetonte
      Kampfverhalten erfordert sehr viel Technik und Kraft. Sogar Ringer aus den
      USA waren mit einer Mannschaft angereist, wenn auch ohne Chance gegen
      die Kollegen aus dem Team NRW. Nebenan trugen ganz traditionell die
      jungen TischtennisspielerInnen ihre Wettbewerbe aus. Sie streichelten die
      kleinen, weißen Bälle und benötigten weniger Kraft, dafür mehr Reaktions-
      schnelligkeit, Kreativität und Technik. Rein vom Wesen her verkörperten sie
      das Gegenteil der coolen und lauten Skateboarder mit ihrem urbanen Stil
      am anderen Ende der Halle. Ohne Tattoos hat man in der Skateboardszene
      quasi keine Teilnahmeberechtigung. Sie ermittelten ihre Europameister. Man
      staunte nur, was mit einem rollenden Brett so alles möglich ist. Die rasanten
      und artistischen Ritte über den neu gebauten Skateboard-Parcours faszi-
      nierten viele Besucher, egal ob Kinder, Jugendliche, Eltern oder Großeltern.
      Hier ging mächtig die Post ab.

      Der Center Court mit seinen 600 Sitzplätzen war ein Anziehungspunkt für
      verschiedene Aktionen wie Geschicklichkeitsklettern oder Street Basketball.
      Letzteres sorgte am ersten Tag für sehr viel Leben auf dem Gelände. Die
      Fun-Version, "3 gegen 3" auf einen Korb, kam sehr gut an. Hier konnte man
      in entspannter Atmosphäre mal zwischendurch etwas ausruhen.

      Die ganze Zeit über war Action auf zwei Rädern angesagt. Was man mit
      einem BMX-Rad alles anstellen kann! Von den kühnsten Sprüngen und Dreh-
      ungen in einer doppelten Halfpipe, über Kunststücke wie im Varieté bis hin
      zu zehn Meter hohen Flügen über eine Rampe mit Überkopf-Salti und
      diversen artistischen Höchstleitungen war alles dabei. Ähnlich wie beim BMX
      nahmen auch die FMX-Fahrer, also die Zweiräder mit viel PS, die große
      Rampe. Auch sie zeigten spektakuläre Nummern hoch in der Luft. Ihre
      Shows waren stets sehr gut besucht.

      Die Mitmachaktionen kamen aus Mülheim. Sie wurden stark nachgefragt.
      Parcours, Kraftelemente, eine kleine Halfpipe für die Kurzen, ein mobiler
      Kletterfelsen, der wackelige Versuch auf einer Slackline oder viele andere
      tolle Möglichkeiten wurden sehr gut angenommen, von Groß und Klein.

      Sehr sehenswert war das Showprogramm auf der großen Bühne, welches
      jedem angesagten Festival gut zu Gesicht gestanden hätte. Nach der
      gelungenen Eröffnungsfeier setzte der deutsche Rapper Cro ein erstes
      Ausrufungszeichen. 25.000 Besucher pilgerten auf die riesige Wiese im-
      hinteren Teil des Parks. Das gab es hier noch nie. Selbst der Regen, der
      rechtzeitig zu Beginn des Konzerts aufhörte, konnte einem gelungenen
      Konzert nichts anhaben. Cro rockte die Bühne mit vielen seiner Songs, mit
      einem künstlichen Eisberg als Bühnendeko. Der Mann ist up to date.
      Echtes Summer-Feeling in Duisburg! Es war eine gute Atmosphäre, auch
      weil die Sicherheitsmaßnahmen dezent und nicht übertrieben gehandhabt
      wurden. Zum Abschluss am Sonntag rockte Bosse die Bühne.

      Datum: 20. bis 23. Juni 2019

      Bericht - Teil 2
      Bericht - Teil 3 (mit Bosse-Konzert)
      www.ruhrgames.de