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      „Ausgegraben. Archäologie im Ruhr Museum“ ist der Titel einer Sammlungs-
      präsentation, die ausgewählte Objekte der archäologischen Sammlung auf der
      21 m-Ebene in der Kohlenwäsche auf Zollverein zeigt.

      Die Sammlung besteht seit ungefähr 1880, wurde aber erst 1904 im Ruhrland-
      museum als solche zusammengefügt. Parallel baute das Museum Folkwang
      eine archäologische Sammlung auf. Beide sind miteinander verwoben, aber
      noch heute getrennt. Im Ruhr Museum findet man archäologische Stücke aus
      der Region und weit darüber hinaus. Jetzt, wo im Nahen Osten viele Kultur-
      stätten zerstört werden, bekommen die Objekte, z.B. aus Syrien, eine ganz
      neue Bedeutung. 1912 erwarb man die Sammlung des Archäologen und
      Kunsthändlers Dr. Robert Forror mit rund 3.500 Objekten. Im Zweiten Weltkrieg
      wurde viel zerstört, aber auch viele Objekte wieder erworben.

      Regional stammen viele Stücke aus der Zeit der Bauarbeiten am Rhein-Herne-
      Kanal. Noch heute werden die Funde der Essener Stadtarchäologen in der
      Sammlung des Ruhr Museum eingefügt. Dabei sind viele Dinge, die der Indus-
      triearchäologie zugeordnet werden, beispielsweise aus der Gegend der ehema-
      ligen Kruppwerke in Essen. Man entdeckt Hufeisen und Rinderknochen vom
      Limbecker Platz oder ein Lackprofil eines Teiches der Abtei Werden. Selbst
      Funde des Neanderthalers sind vertreten.

      Ausgestellt sind neben regionalen Funden, Objekte aus dem alten Orient, dem
      alten Ägypten, aus Griechenland und rund ums Mittelmeer, der Etrusker und
      Itaker, der Römer sowie der Frühgeschichte West- und Mitteleuropas. Ein
      Bereich befasst sich mit veranschaulichten Modellen und Fälschungen, die es
      auch in der Sammlung gibt. Alle ausgestellten Objekte wurden restauriert und
      konserviert. Dabei hat jedes Teil seine eigene Geschichte. Ein römischer Sarg
      wurde im Park eines englischen Herrenhauses zum Brunnen umfunktioniert.
      Man sieht kunstvoll bemalte Vasen aus Griechenland oder ein frühmittelalter-
      liches Hiebschwert, noch mit Holzgriff. Die Ausstellung ist eine Zeitreise durch
      alle Epochen.

      Erschienen ist parallel der Bestandskatalog zur archäologischen Sammlung.
      2018 werden alle Sammlungskataloge zusammen im Schuber erhältlich sein.

      Laufzeit: 28. September 2016 bis 3. September 2017

      www.ruhrmuseum.de