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      Erstmals gastierte das Rockorchester Ruhrgebeat (ROR) in der Arena
      Oberhausen. Mit voller Besetzung und zwei bekannten Gästen, Guildo Horn
      und Herbert Knebel, spielte man knapp drei Stunden plus Pause einen Hit
      nach dem anderen.

      Seit über 20 Jahren ist diese Orchester vielen Menschen in der Region ein
      Begriff. 50 Jahre Rock- und Popgeschichte werden von ihnen handgemacht
      auf einem hohen musikalischen Level präsentiert. Musikalischer Leiter des
      Orchesters ist Wolfgang Wilger. Er arrangiert die Songs jeweils für seine
      Konzerte gekonnt um. In Oberhausen standen die ROR-light-Band,
      klassische Orchesterparts wie Streicher, Bläser oder Schlaginstrumente,
      zehn Sängerinnen und Sänger und ein großer Chor auf der Bühne. Die volle
      Besetzung wurde für die Arena-Premiere aufgeboten.

      Der erste Teil wurde zu einer Zeitreise durch die 70er. Peter Frey führte sehr
      unterhaltsam durch ein Jahrzehnt mit markanten Ereignissen. Wer weiß
      schon, dass es bereits 1975 in Großbritannien ein Referendum über den
      Verbleib in der EU gab. Damals stimmte man knapp dafür. 1976 wurde Apple
      gegründet und 1978 flimmerte erstmals "Dallas" über die Bildschirme. Im
      selben Jahr wurde die Regenbogenflagge entworfen. 1979 kam der Walkman
      auf den Markt und die "Cap Anamur" rettete unzählige vietnamesische
      Flüchtlinge auf dem Meer. Wie schnell die Zeit vergeht.

      Musikalisch wurden die 70er zu einem Potpourrie von Hits. Songs wie
      "Bridge over troubled water", "Natural woman", "Notbusch city limits",
      "Hold the line", "Highway to hell" oder ein Flower Power-Medley mit
      "Massachusetts", "Califonia dreaming", "Let the sunshine" und "Aquarius"
      waren bestens bekannt und ließen die 70er in einem positiven Licht
      erscheinen. Könnte man doch die Zeit mal zurückdrehen.

      Den Abschluss des ersten Teils präsentierte Uwe Lyko in seiner Rolle als
      Herbert Knebel. Lyko, selbst schon 64 Jahre alt, ist er als Knebel wirklich
      unnachahmlich. "Radar love" textete er zu "Rentner Love" um. Liebe im Alter
      hätte er sich vor einigen Jahren noch nicht vorstellen können. Er philoso-
      phierte über seine Erlebnisse bezüglich ausländischer Gastronomie in
      Deutschland und sang eine Ode an die Currywurst. Knebel kann sogar Elvis.
      Im schicken Las Vegas-Look intonierte er "Suspicious Minds". Knebel ist
      auch musikalisch durchaus talentiert.

      Der zweite Teil wurde nach der Pause von Guildo Horn toll eingeleitet. Ob
      man nun Schlager mag oder nicht, er ist ein großer Entertainer und Mensch.
      Guildo Horn rockte die Bühne auf seine Art, schlug sogar einen Purzelbaum.
      Songs wie "Ti Amo", "Wunder gibt es immer wieder", "Er gehört zu mir", ein
      Udo Jürgens-Medley oder "Guildo hat euch lieb" spielte er teilweise mit
      seinem Glockophon, also mit verschieden gestimmten Glocken. Er trommelte
      und tanzte sogar einen CanCan. Guildo Horn ist ein wahrer Multi-Entertainer.

      Der Rest des Abends war dem ROR vorbehalten. Beim "Song of joy" spürte
      man die gesamte Kraft des Orchesters mit Chor. "Black velvet" wurde zu
      einem Zückerchen. Mit "Bad out of hell" bediente man sich gekonnt im
      Musical-Genre. Es folgten "Respect", "It's my life" und "Tage wie diese" für
      alle Geburtstagskinder im Saal. Nach einem klasse Queen-Medley gab es
      als Zugabe noch "Music" von John Miles. Der stets voluminöse Sound
      stimmte. Tolle Stimmen interpretierten die jeweiligen Songs sehr gut. Es war
      eine ausgezeichnete Premiere für das ROR in der Arena.

      Am Ende gab es vom Fanclub für jeden Akteur auf der Bühne eine Rose.
      Ob auf oder vor der Bühne, jeder hatte an diesem Abend seinen Spaß. Die
      Stimmung war prächtig.

      Als guter Support heizten "The Servants" mit Cover-Rock und Songs von Billy
      Idol, The Sweet oder Marc Knopfler ordentlich ein.

      Datum: 16. März 2019

      www.rorlive.de