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      Musik ist oft der Sound und das Lebensgefühl einer ganzen Generation. Mit der
      sehr schönen Sonderausstellung „Rock & Pop im Pott“ blickt das Ruhr Museum
      auf Zollverein von 2016 zurück bis 1956. Hier werden für viele Erinnerungen wach.
      „It’s only Rock’n’Roll, but I like it“, wie Theo Grütter, der Direktor des Ruhr
      Museums, es so schön formulierte.

      Es ist eine Ausstellung von Zeitzeugen insbesondere für die Best Ager. Sie
      haben die wilden Zeiten in den 1950er und 1960er-Jahren live miterlebt. Die
      Beatles und die Stones spielten in Essen. Los ging es aber 1956 mit den
      Dortmunder Jugendkrawallen. Nur in Kinos und auf dem Rummel liefen damals
      die neusten Hits, nicht im Radio oder auf dem mp3-Player. Bill Haley eröffnete
      1958 die Grugahalle, wo auch gleich die Stühle zu Bruch gingen. Siebzehn Mal
      gastierte der Rockpalast in Essen. Die Plakate und Filmausschnitte findet man
      in der Ausstellung. Wichtig waren ebenfalls die Essener Songtage, bei denen
      Frank Zappa auftrat. Das Thema Festivals wird ausführlich behandelt.

      Stilistisch findet man Rock, Pop, Krautrock, Punk, Heavy Metal, die Neue
      Deutsche Welle, Techno, Hip Hop oder Weltmusik. Jazz ist ganz am Rande
      vertreten und auf den Schlager hat man bewusst ganz verzichtet. Viele Filmaus-
      schnitte blicken zurück in die Vergangenheit. Im Zentrum befindet sich ein
      Raum, in dem die 30 wichtigsten Songs der Region mit Augen und Ohren zu
      erleben sind. Rundherum entdeckt man Plakate, Abspielgeräte, Mode, Bühnen-
      kleidung, die Musiktechnik im Wandel, legendäre Eintrittskarten, Konzertbühnen
      aus 60 Jahren und natürlich Instrumente. Dabei ist auch ein Banjo von Stoppok.
      Extrabreit hat sich mit Bandutensilien ebenfalls nicht knauserig gezeigt.

      Wer übrigens den roten Minirock von Nena oder diverse Dinge von Grönemeyer
      vermisst, die musikalisch beide ihren Zenit längst überschritten haben, die
      beiden wollten nicht mit den sehr engagierten Ausstellungsmachern kooperieren.
      Als Filmausschnitte oder Platten sind sie zumindest vertreten.

      Insgesamt zählt diese sehenswerte Ausstellung rund 1.500 Exponate, davon die
      Hälfte Tonträger diverser Künstler. Wer aus dem Ruhrgebiet kommt und jemals
      eine Platte veröffentlicht hat, der kann dieses Werk gerne der Ausstellung
      leihweise zur Verfügung stellen. Man möchte möglichst alle Bands der Region
      vertreten haben.

      Als Rahmenprogramm gibt es auf Zollverein erstmals populäre Musik in Konzert-
      form. Es soll der Auftakt für mehr sein. Viele Musikrichtungen sind vertreten.
      Auch Stoppok wird am 18. Februar 2017 gastieren. Zusätzlich werden span-
      nende Exkursionen angeboten, u. a. hinter die Kulissen der Grugahalle oder der
      Zeche in Bochum.

      Der sehr schöne Katalog zur Ausstellung ist im Klartxt Verlag erschienen.

      Laufzeit: 5. Mai bis 2016 bis 28. Februar 2017

      Infos und Fotos zur Eröffnung mit Stoppok und Extrabreit
      www.ruhrmuseum.de