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      Mit der Ausstellung "Klaus Rinke - Die vierte Kraft" zeigt das Museum
      Küppersmühle in Duisburg einen wirklich besonderen Künstler. Es ist die
      9. Akademos-Ausstellung im Haus.

      Klaus Rinke verwendet Graphit als Farbe. Das macht ihn schon außergewöhn-
      lich. Vielleicht hat ihn seine Herkunft, geboren in Bochum-Wattenscheid und
      aufgewachsen in Essen-Katernberg, mit dazu bewogen. Sein Vater kam aus
      Gelsenkirchen-Heßler. Er ist ein Kind des Ruhrgebiets. Im selben Jahr wie
      Pina Bausch kam er sein Studium an der Folkwang Hochschule auf. Er lehrte
      an der Kunstakademie in Düsseldorf und arbeitet derzeit in Ateliers in
      Linz/Österreich und in Los Angeles. Rinke kannte Beuys und kennt auch
      Uecker persönlich. Der 80. Geburtstag steht zwar kurz bevor, doch das merkt
      man ihm körperlich und geistig nicht an. Er hat noch einige Pläne. Bis heute
      hat er seinen Ruhrgebiets-Charakter nicht verloren.

      Zu sehen sind zunächst zahlreiche kleinformatige Zeichnungen, die die Grund-
      lage seiner extrem großformatigen Arbeiten bilden. Ständig führt er einen
      kleinen Koffer mit 10 bis 15 kg Papier mit sich, egal ob in der Wüste oder
      sonst wo. Zeichnen heißt für ihn Denken. Ähnlich wie eingefleischter Musiker,
      der immer eine Ukulele mit sich trägt, ist er ständig kreativ. Dabei ist er der
      größte Sammler seiner eigenen Kunst. Er kreiert Kunst der Kunst Willen,
      nicht wegen des großen Kommerzes, wie viele junge Künstler heute. Es sind
      Werke der letzten 15 Jahre. Sie sind abstrakt und tragen sehr wohl gewählte
      Titel. Rinke ist auch ein wortgewandter Künstler der in Formaten von Gobelins
      denkt.

      Thematisch befasst er sich mit kosmische Energie, Schwerkraft, dem
      Verhältnis Mann zu Frau und lässt die alten Ägypter auch nicht außer acht.
      Die Spannbreite ist interessant. Ein paar großformatige Arbeiten hingen
      sogar schon in Hagia Sophia in Istanbul. In einem Raum sind sogar farbige
      Arbeiten von ihm zu sehen, der Lauf des Lebens, mit Tropfensymbolen
      dargstellt und von der Sonne flankiert.

      Es ist seine erste monografische Ausstellung, die viele Überraschungen birgt.
      Ein genauer Blick lohnt in jedem Fall. Ein umfangreicher Katalog ist zur
      Ausstellung erschienen.

      Zum 20. Jubiläum des Museums gibt es dieses Jahr attraktive Sonder-
      aktionen, darunter zeitweise freier Eintritt im Haus, Kataloge als Gewinne und
      kostenfreie Führungen.

      Laufzeit: 29. März bis 23. Juni 2019

      www.museum-kueppersmuehle.de