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      Mit der sehr umfangreichen Ausstellung "British Pop Art" zeigt die Ludwig-
      galerie Schloss Oberhausen sehenswert eine wenig bekannte Phase dieser
      Kunstrichtung auf. Grundlage der Schau ist die Sammlung von Heinz Beck.

      Bekannt sind sie die Warhols und Lichtensteins, doch sie hatten schon 1947
      Vorläufer in London, die in der Öffentlichkeit wenig bekannt sind. Erst zwei
      Ausstellungen gab es insgesamt in Deutschland zu diesem Thema, beide
      lange her. Namen wie Peter Blake, Eduardo Paolozzi, David Hockney,
      Richard Smith, Les Levine oder Richard Hamilton sind Vertreter dieses
      künstlerischen Seitenarms der Pop Art. Ab 1952 begannen sie sich als
      Kunststudenten in London zu organisieren, während Lichtenstein erst ab
      1961 in den USA kreativ wurde. Die Kunde der britischen Pop Art wurde
      durch in Großbritannien stationierte US-Soldaten in die Staaten getragen.

      Zu sehen gibt es ganz viele Alltagsthemen. Der Fernseher war noch ein
      Ereignis. Plötzlich sah man die Krönung der Queen live im Wohnzimmer,
      das erste große TV-Ereignis in Großbritannien. Schönheitsartikel, neue
      technische Produkte, das Auto, Weltnachrichten, Stars und Sternchen,
      englische Landschaftsgärten, TV-Streifen, die Mode und natürlich die Musik
      wurden künstlerisch verarbeitet. Kollagierte Druckgrafiken überwiegen.
      Man findet aber auch kleine Skulpturen, Fotos oder Plattencover. Der
      Versuch eines Volkskunstwerks und jede Menge Werbeeinflüsse werden
      gezeigt. Sogar mit Porzellan hat man grafisch gearbeitet. Die britischen
      Vorreiter der US-Pop Art waren sehr kreativ in ihrem Handeln.

      Die Musik spielte in der britischen Pop Art eine bedeutende Rolle. Die
      Beatles waren mit Sgt. Pepper sehr erfolgreich. Das weiße Album folgte
      anschließend optisch sehr reduziert. Ihnen wird ein eigener Raum in der
      Ausstellung gewidmet. Und nicht nur das. Es wird den Besuchern ein Sound-
      Walk angeboten, insgesamt 27 Pop-Songs aus den 50er, 60er und 70er
      Jahren. Jeder Song ist einem Kunstwerk zugewiesen. Die Kopfhörer sind im
      Museumseintritt inklusive. Musikliebhaber finden im Rahmenprogramm u. a.
      ein Konzert von Jürgen Sarkiss (15.2.) zu Lennon oder eine Plattenbörse für
      Vinylliebhaber (5.5.).

      Ein sehr schöner Katalog zur Ausstellung ist im Kerber Verlag erschienen
      und im Museum erhältlich.

      Laufzeit: 27. Januar bis 12. Mai 2019

      www.ludwiggalerie.de