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      Das Museum Folkwang widmet sich mit der umfangreichen Ausstellung
      "Dancing with Myself" der künstlerischen Selbstpräsentation in allen Facetten.
      Ein Großteil der Arbeiten stammt aus der privaten "Pinault Collection". Kuratiert
      wurde sie u. a. vom sehr kompetenten und angesehenen Florian Ebner, Kurator
      der fotografischen Sammlung am Folkwang.

      Die Selbstinszenierung in Öl oder als Malerfürst ist völlig aus der Mode. Viele
      junge Leute machen es vor. Sie schießen kreative Selfis, statt traditioneller
      Portraits. Die Künstler arbeiten schon länger nach diesem Prinzip und gehe
      noch darüber hinaus. Sie inszenieren zum Teil wirklich nur einzelne Körperteile,
      wie Beine, Hände, Brustwarzen oder den Allerwertesten fotografisch, per Video
      oder skulptural. Es geht um Melancholie, Identitätsspiele, politische Autobio-
      grafien und den Körper als das Rohmaterial.

      Dabei hat man bewusst nicht die sehr bekannten Künstler ausgewählt, sondern
      eher die in der zweiten Reihe. Einige der Arbeiten sind erstmals in Deutschland
      zu sehen. Zunächst muss man durch einen großen Vorhang aus rot-weißen
      Perlen. Sie stehen für die gleichfarbigen Blutkörperchen bei einer Krebserkrank-
      ung. Eine Bronzefigur spritzt sich das Wasser auf den Kopf, wo es verdampft.
      Vergänglichkeit ist ein Grundgedanke der Melancholie. Andere Künstler
      schlüpfen in Rollen und experimentieren damit in fortschreitenden Lebens-
      abschnitten. Ein weiterer Ansatz ist die gesellschaftlich-politische Inszenierung.
      Helmut Newton betrachtet ein Nacktmodell auf einem Sofa, andere sich im
      Kreise der Familie. Gilbert & George haben sich schon lange als Skulpturen
      ernannt.

      Alles ist irgendwie im Rhythmus, der Sound der Videos sorgt für einen Takt.
      Überall gibt es versteckte Ecken mit Arbeiten zu entdecken. Alles wird sehr
      verschachtelt präsentiert, beinahe ein Labyrinth. Insgesamt sind es 115 Arbei-
      ten, davon 78 aus der Pinault Collection und einige aus der eigenen Sammlung
      des Folkwang. Dabei werden die Arbeiten in den Räumen in einem gemeinsa-
      men Kontext gesetzt.

      Künstlerisch mit dabei sind u. a. Roni Horn, Martin Kippenberger, Steve
      McQueen, Gilbert & George, Bruce Nauman, Charles Ray, Cindy Sherman oder
      Helmut Newton, um mal für die Betrachter die bekanntesten zu nennen.

      Laufzeit: 7. Oktober 2016 bis 15. Januar 2017

      www.museum-folkwang.de