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      Mit "Der Zauberer von Oz" präsentiert das Grillo Theater in Essen wieder ein
      hervorragendes Familienprogramm vor Weihnachten. Die Inszenierung von
      Anne Spaeter ist sehr unterhaltsam und klasse gelungen.

      Es ist die bekannte Geschichte von Dorothy (Julia Friede), die mit ihrem
      Haus in Kansas durch einen Wirbelsturm sich plötzlich in einem magischen
      Land wiederfindet. Hier ist es bunt und gar nicht so grau wie in ihrer Heimat.
      Dort begegnet sie Fidelia, der guten Hexe des Ostens. Ihr Kuss und ein Paar
      rote, magische Schuhe sollen sie auf ihrer Reise begleiten. Was wäre ihre
      Reise ohne ihre wundersamen wie sympathischen Gefährten, die allesamt toll
      gespielt werden.

      Gregor Henze als angeblich dumme Vogelscheuche ist wirklich bedauerns-
      wert. Die Vögel lassen sich nicht von ihm abschrecken und auch sonst wäre
      er gerne etwas klüger. Eine arme Wurst von Blechmann (Michael Del Coco)
      gesellt sich dazu. Ihm hat man sein Herz weg gehext. Schließlich wird die
      unglückliche Truppe noch durch den Löwen ergänzt. Einem starken Auftritt
      folgt der wahre Charakter. Er ist mutlos und hat sogar Angst vor Blut. Stefan
      Diekmann mimt den Löwen erstklassig und geht in seiner Rolle absolut auf.

      Ihre Reise in die Smaragdstadt ist klasse inszeniert. Immer wieder taucht die
      böse Hexe Makkaba (Sabine Osthoff) auf, die scharf auf die roten Schuhe ist.
      Das Leben ist kein Ponyhof, auch hier nicht. Als auch noch die wunderbar
      gespielten Kalidas (Linus Twardon, Sabine Osthoff, Aless Wiesemann) auf-
      tauchen, sieht man fast keinen Ausweg für Dorothy und ihre Freunde. Hier
      verbringt der Löwe wahre Heldentaten. Die dramatischen Momente sind sehr
      gut heraus gearbeitet, ohne die Kinder im Publikum zu sehr zu verstören.
      Immer kommt das rettende Etwas aus dem Boden hervor oder aus dem
      Hintergrund. Um die Schar der Traurigen, Hilfesuchenden und in ihrer Rolle
      gefangenen zu ergänzen, taucht der Zauberer von Oz auf, klasse gespielt
      von Rezo Tschchikwischwili. Auch er ist unglücklich und verzweifelt, denkt
      aber positiv und weiß trotzdem zu helfen.

      Schauspielerisch und szenisch ist das allerbestes Theater. Die Kostüme
      sind eine Wonne, farbig, kindgerecht, nicht zu märchenhaft und sehr liebevoll
      gestaltet. Das Bühnenbild schließt sich dem an, sehr phantasievoll und
      wandelbar.

      Musikalisch wird das Stück von der auch außerhalb der Theaterbühne
      phantastischen Band Tante Polly aus Hamburg-St.Pauli um Dominik Dittrich
      live gestaltet. Der Soundtrack passt absolut. Die Musiker treten zwischen-
      durch sogar musikalisch und mimisch auf der Bühne in Erscheinung.

      "Der Zauberer von Oz" im Grillo Theater ist ein großer Spaß für Jung und Alt.

      Datum: 25. November 2018

      www.theater-essen.de