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      Mit der sehr schönen Ausstellung von Julian Opie setzt das Lehmbruck
      Museum seine Reihe der Sculpture 21st eindrucksvoll fort.

      Der britische Künstler Julian Opie (1958 in London geboren) hat bereits auf
      der Dokumenta 1987 oder 2017 auf der Biennale in Venedig seine Arbeiten
      präsentieren dürfen. Im Lehmbruck Museum Duisburg stehen sieben seiner
      "Walking Figures" nicht zu übersehen in der Glashalle. Zwei Arbeiten werden
      das erste Mal öffentlich gezeigt. Eine digital animierte Arbeit befindet sich
      direkt vor dem Museum.

      Seine Werke fallen sofort ins Auge. Es sind überlebensgroße Metallskulp-
      turen aus Aluminium, die die menschliche Gestalt des Gehens abbilden. Sie
      wirken reduziert, und doch entdeckt man bewusst gesetzte Merkmale. Sie
      sind einzelne Individuen, die und täglich überall begegnen könnten. Vorbilder
      waren reale Menschen, die ein Fotograf in Australien auf der Straße
      geschossen hat, 3.000 bis 4.000 digitale Fotovorlagen, aus denen nur wenige
      ausgewählt wurden. Sie sind alt, jung, dick, dünn, männlich, weiblich oder
      auch mal sehr modisch. Ihre Linienführung ist sehr präzise. Man ist ihnen
      oder ähnlichen Menschen schon mal irgendwo begegnet, so hat das Gefühl.

      Opie hat für seine Arbeiten ein spezielles Farbsystem entwickelt, verwendet
      Rot, Grün, Weiß, Schwarz, Gelb und Blau in verschiedenen Kombinationen.
      Es Farbtöne aus Hinweisschildern, Warnsymbolen oder Icons, die sich
      überall in unserem Alltag entdecken lassen. Dabei mutieren die urbanen
      Menschengestalten selbst zu großen Icons, die eine gewisse Anonymität
      ausstrahlen. Namen tragen sie auch. Sie heißen Amelia, Jeremy, Theresa
      oder Sam.

      Die Außenarbeit auf einem Sockel ist mit 60 Bildern pro Sekunde animiert.
      Anonyme Vertreter von Menschen laufen schnellen Schrittes um alle vier
      Seiten.

      Laufzeit: 5. Juni bis 15. September 2019

      www.lehmbruckmuseum.de