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      Eine gute halbe Stunde von Oostende, in Koksijde, liegt das ehemalige
      Zisterzienserkloster "Ten Duinen". Hier wird en Besuchern in der interes-
      santen Ausstellung "Bauen für die Ewigkeit" der Bau und die Geschichte des
      Klosters nahegebracht. Im Außengelände befinden sich die archäologischen
      Ausgrabungen, die einen Teil der früheren Ausmaße widerspiegeln.

      Zwischen 1128 bis 1180 wurden die ersten Klostergebäude errichtet, erste
      Holzgebäude als Keimzelle. Baustoffe waren vorwiegend Holz und Naturstein.
      Man kannte aber auch bereits Blei, Ton, und Eisen. Der Weg vom Stein-
      bruch bis zur Baustelle wird mit originalen Funden dokumentiert. Standardi-
      sierte Halbfertigprodukte wie Kapitelle, Tymphanon und Säulensockel gab es
      damals bereits. Von 1180 bis 1214 pflegte man gute Beziehungen nach
      England, was eine wirtschaftliche Blüte zur Folge hatte. Neue Ziegelsteine
      ersetzten nun knappe gewordene Natursteine. Ziegel und Naturstein aus der
      Region Kent wurden kombiniert. Bis 1300 erlebte man Blüte und Wohlstand,
      neue Gebäude im gotischen Stil entstanden. Der Wohlstand erfolgte u. a.
      auch durch damalige Freihandelsabkommen. In Spitzenzeiten lebten hier
      rund 180 Mönche und über 200 Laienbrüder ab 18 Jahren.

      Es gab allerdings immer wieder viele Probleme mit Unruhen, Grundwasser
      und dem Sand aus den Dünen. Man gab die Abtei auf. Sie wurde geschliffen
      und die Steine verkauft oder für den neuen Standort wiederverarbeitet. Zuvor
      hat man eine Gemälde des Geländes für den evtl. geplanten Wiederaufbau
      erstellt. So sah nachhaltiges Bauen im Mittelalter aus.

      Draußen im Freigelände kann man die Ausmaße der Klosterkirche gut
      erahnen. Die Mauern sind im unteren Bereich noch gut erhalten. Man sieht,
      wo gespeist wurde und gekocht wurde. Es gab verschiedene Zugänge für
      Mönche und Laienbrüder. Nur ein Mönch hatte direkten Kontakt zu den Laien-
      brüdern. Die Hierarchien waren streng getrennt. Es gab eine Wassermühle
      und eine Pferdemühle. Feuer war wichtig für den Herd, die Tinte und für die
      Gemächer der Gäste. Ansonsten fröstelte man im Winter häufig.

      Für historisch interessierte Menschen ist dieses Klostermuseum ideal.
      Nebenbei findet man im Außengelände jede Menge Ruhe. Der Geist der alten
      Abtei strahlt noch aus.

      Wer im Anschluss noch das Meer vermissen sollte, es befindet sich ganz
      in der Nähe. Der Strand ist rund 400 m zu Fuß entfernt.

      Datum: 5. bis 7. Juli 2019, Pressereise

      www.tenduinen.be

      Weitere Tipps in Oostende:
      Infos und Fotos zu Oostende
      Infos und Fotos - Mu.Zee - Ausstellung "Wintrum Frod"
      Infos und Fotos - Mu.Zee - Ausstellung "Pascale Marthine Tayou"
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