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'Oberhausen - Aufbruch macht Geschichte' in der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen
In der sehr sehenswerten Ausstellung "Oberhausen - Aufbruch macht Geschichte" beschäftigt sich das Stadtarchiv Oberhausen mit Strukturwandel von 1847 bis 2006. Zu sehen ist die Schau kostenfrei in der Panoramagalerie der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen.

Obwohl Oberhausen erst 1874 die Stadtrechte verliehen bekam, ist die Stadtgeschichte durchaus spannend. Nicht erst die letzten 30 Jahre erlebte die Stadt einen sichtbaren Strukturwandel. Die Neue Mitte gilt als Projekt Strukturwandel 2.0, nicht immer unumstritten. Rund um das Centro (seit 1996) gibt es vielfältige Freizeitattraktionen wie den Gasometer (seit 1994), die Ludwiggalerie Schloss Oberhausen (seit 1998), das Landesgartenschaugelände (seit 1999), das Sea Life (seit 2000) und den Aquapark (seit 2002). Einst stand hier die Gutehoffnungshütte (GGH). Der heute so beliebte Gasometer ist ein Relikt aus alten Industrietagen.

Oberhausen kennt den Begriff Strukturwandel schon viel länger. Die Version 1.0 führte zwischen 1894 und 1934 zu zahlreichen Veränderungen. Der Grundstein der Stadt Oberhausen war der Bahnhof der Köln-Mindener-Eisenbahn, erbaut 1946. Die Bahnstrecke war imminent wichtig für die aufblühende Industrie. Kam man damals in Oberhausen am Bahnhof an, so traf man beidseitig auf eine Zinkhütte, eine chemische Fabrik, ein Zink-Walzwerk und eine Eisenhütte. Hier wurde viel produziert. Später wichen die Betriebe der Kultur oder dem damals neuen Stadtzentrum. Keine Entwicklung vollzog sich allerdings ohne Probleme und Rückschläge. So hat Oberhausen bis heute kein gewachsenes Stadtzentrum. Das alte kämpft um seine Stellung, während die Neue Mitte eher nicht als die neue Innenstadt betrachtet wird.

Die Ausstellung beleuchtet die Entwicklung der Marktstraße an der Nutzung eines beispielhaften Grundstücks genauso wie die Entwicklung der Neuen Mitte. Natürlich schaut man auch auf die Anfänge. Die älteste bekannte Karte Oberhausens von 1957 ist ausgestellt, wie auch Mode aus den 1920ern und 1980ern. Industriegelände wurden zu Wohngebieten. Die Produktion wich dem Dienstleistungssektor. Prägende Persönlichkeiten der Stadt werden vorgestellt und es gibt, neben den Texten und sonstigen Exponaten, auch viele Fotos. Das Bild der Stadt hat sich in rund 160 Jahren sehr verändert.

Im Kabinett nebenan präsentiert man Filme mit Protagonisten der letzten 30 Jahre, in denen sie über ihre Erfahrungen mit dem Strukturwandel berichten. Mit dabei ist u. a. der ehemalige Oberbürgermeister Burkard Drescher, der diese Zeit sehr entscheidend mitgeprägt hat.

Auf den Schlossinnenhof befindet sich die Nachbildung eines Frieses aus dem Rathaus, im Kaisergarten ein Gussmodell des Gasometers.

Wer noch tiefer in die Geschichte der Oberhausener Strukturwandel eintauchen möchte, dem sei der Begleitband des Stadtarchivs sehr ans Herz gelegt. Hier erfährt man zu allen Jahrzehnten und Themen des Strukturwandels jede Menge spannende Informationen und Fotos.

Laufzeit: 27. September 2020 bis 17. Januar 2021

www.ludwiggalerie.de