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      Das Land Nordrhein-Westfalen wurde 70 Jahre. Die einstige britische Besatz-
      ungszone feierte eine große Party in der gesamten Düsseldorfer Innenstadt und
      gegenüber in den Rheinwiesen. Rund 600.000 Besucher wurden bei subtropi-
      schen Temperaturen gezählt.

      Alles strömte an diesem Wochenende nach Düsseldorf, denn eine solche Party
      mit ganz besonderen Attraktionen gibt es selten. Die Landesmutter Hannelore
      Kraft mischte sich nicht nur unter das Volk, sie öffnete sogar ausnahmsweise
      ihre Staatskanzlei im Stadttor für Besucher. Man konnte die sehenswerte
      Architektur bewundern, ihr Büro und den Kabinettstisch erleben und den Aus-
      blick auf Düsseldorf von ungewöhnter Position genießen. Die Wände in der
      Staatskanzlei zieren fast ausschließlich tolle Kunstwerke von Kindern und<
      Jugendlichen. Das Atrium ist mit 56 m Höhe das höchste Europas und die
      Klimaanlage läuft mit Grundwasser. Die Chefin residiert nicht ganz oben, son-
      dern in der 10. von 20 Etagen. Auch ihr Büro wirkt sehr bodenständig und
      sachlich. Man konnte ebenfalls in den Landtag nebenan einen Blick werfen. Alle
      Ministerien und Landesbehörden stellten sich vor. Man konnte sogar in einem
      Gefängnisbus Probesitzen, eng, karg, ungemütlich und ausbruchsicher. Besser
      man stellt nichts an.

      Auf 17 Bühnen war jede Menge Unterhaltung zu erleben. Unzählige Bands
      spielten viele Musikrichtungen. So präsentierten Noyce aus Düsseldorf sehr
      guten Synthpop oder das Rockorchester Ruhrgebeat rockte am Samstagabend
      die Wiese unter dem Rheinturm, während Culcha Candela auf dem Burgplatz für
      Stimmung sorgten. Man konnte tolle Bigbands erleben. Rund um die WDR-
      Bühne gab es zahlreiche Promis aus dem Fernsehen live zu sehen, ob Modera-
      toren der Aktuellen Stunde oder Stars der Maus oder anderer Sendungen. Ein
      Fest ohne Modeschau wäre in Düsseldorf unüblich. Schülerinnen der Mode-
      schule Mönchengladbach präsentierten eigene Kreationen vor dem K20.

      Wer bei heißen Temperaturen eine Abkühlung suchte, der fand sie bei "Kunst
      im Tunnel" mit kühlen 21°C. Die Ausstellung "Ganz schön glamourös " zeigt
      russische Kunst, die die Entwicklung der dortigen Gesellschaft eindrucksvoll
      vorstellt. Nette Mitarbeiterinnen führten individuell durch die sehenswerte
      Ausstellung.

      Wer die vielen Infostände aus allen Teilen des Landes besucht hatte, der war
      neugierig auf die zahlreichen Mitmachangebote auf der rechtsrheinischen Seite
      in den Rheinwiesen. Ob das Rote Kreuz, die Polizei, die Caritas, das THW, die
      DLRG, sie alle waren hier vertreten. Ein eine Million Euro teures Flughafen-
      löschfahrzeug zog die Blicke auf sich. In 30 Sekunden können 12.000 Liter
      Wasser durch die Rohre drücken. Sechs Stück davon muss der Flughafen
      Düsseldorf betriebsbereit haben, sonst muss eine Landebahn gesperrt werden.
      Richtig Material aufgefahren hatte die Bundeswehr. Pioniere zeigten, wie man
      mit mehreren Amphibienfahrzeugen eine Brücke quer über den Rhein bauen
      kann. Man konnte in diverse Truppentransporter und Zelte einen Blick werfen
      und auch mal einen Fuchs-Spürpanzer innen erleben. Nur große Kampfpanzer
      und Flugmaterial hatten sie nicht dabei.

      Als Finale spielten die Düsseldorfer Sinfoniker auf dem Burgplatz ein klasse
      Konzert mit Sängerinnen und Sängern der Deutschen Oper am Rhein. Sie
      verzückten mit Stücken aus "Maskenball", "Carmen" oder der "West Side
      Story". Was für tolles Finale einer großen Party am Rhein. Der Dank gilt all den
      tatkrätigen Händen der sehr guten Organisation.

      Laufzeit: 26. bis 28. August 2016

      www.duesseldorf.de