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      Mit einem sehr guten und interessanten Vortrag überzeugte der Naturfotograf       Klaus Nigge im Rahmen der Ausstellung "Wunder der Natur" im Gasometer
      Oberhausen.

      Zunächst ließ er den Spot auf seine Standposition herunter dimmen. Seine
      Fotos sollten für sich sprechen. Allein schon diese Tatsache verdeutlicht, wie
      sympathisch, selbstironisch, ruhig und bodenständig er auftrat. Zu Hause in
      Lünen, ist er fast ständig mit seiner Kamera auf Reisen. Tage und Monate
      können es sein, bis das Fotos im Kasten ist, welches er sich vorstellt. Dabei
      hat er stets die Wunderwelt der Natur und dem damit verbundenen Schutz im
      Blick. Für GEO, Partner der Ausstellung, hat er bereits viele Reportagen abge-
      lichtet.

      Zunächst führte er die Besucher auf der fast ausverkauften Tribune im Gaso-
      meter nach Mexiko, zu den Millionen von Flamingos. Hier war es für ihn recht
      einfach gute Motive zu bekommen. Die Tiere sind nicht scheu und treten in
      Massen auf, zu beobachten knapp über der Wasseroberfläche oder aus der Luft.
      Von den Schlafplätzen fliegen sie täglich in die Futtergebiete und zurück.

      Wesentlich seltener sind die Saiga-Antilopen.in der Steppe von Kasachstan.
      Durch Bejagung wurden sie extrem scheu. Selbst für Klaus Nigge war es zu-
      nächst nicht möglich gute Fotos zu bekommen. Insgesamt vier Monate in ins-
      gesamt zweieinhalb Jahren verbrachte er dort. Einige wenige Fotos sind ihm
      dann doch gelungen. Die Tiere sind sehr von der Ausrottung bedroht. Ihre Hörner
      sind begehrt, wie auch ihr Fleisch bei der armen Bevölkerung. Nur wenn sie
      Junge haben, dann kommt man ihnen schon mal näher. Nachdem sie sich ihre
      Population auf 200.000 Tiere geschraubt hatten, ließ ein natürlicher Erreger ihre
      Zahl 2015 wieder auf 20.000 Tiere schrumpfen.

      Ein wunderbares Tier ist der Philippinenadler, auch früher Affenadler genannt. In
      seiner Heimat ist der stark bedrohte Vogel mittlerweile ein Nationalsymbol
      geworden. Es gibt nur noch 200 bis 500 Tiere weltweit. Da er ein Waldadler ist,
      wird ihm auf den Philippinen der Lebensraumknapp. 95% des Waldes ist dort
      abgeholzt. Oft sind es nur noch höher gelegene Vulkankegel, die ihm Zuflucht
      bieten. Wer ein seltenes Nest findet, der erhält 100 Dollar, zwei Monatslöhne
      von der Naturschutzorganisation. Klaus Nigge hatten sie hoch in einem Baum
      einen Ausguck errichtet, 2.000 Dollar teuer, aber mit bestem Blick auf das Nest.
      So entstanden eindrucksvolle Fotos von einer Tierart, die mit extrem verschie-
      denen Frisuren aus Federn in Erscheinung tritt, ein optisch spannendes Tier.
      Wer ihn bejagt, der verbringt anschließend sechs bis zwölf Jahre im Gefängnis.
      Seine Zukunft liegt ausschließlich in den Händen der Menschen.

      Wer nach den spannenden Ausführungen und Fotos noch Zeit hatte, der hatte
      das besondere Erlebnis, die aktuelle Gasometer-Ausstellung noch bis 23 Uhr
      genießen zu dürfen oder das Ruhrgebiet vom Dach bei Nacht zu erleben. Mit
      schön über 250.000 Besuchern bricht sie alle Startrekorde im Gasometer.

      Datum: 9. Juni 2016

      www.gasometer.de