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      Mordillo gehört zu den größten lebenden Zeichnern. Die Ludwiggalerie Schloss
      Oberhausen widmet ihm die tolle Ausstellung "Mordolli - The Very Optimistic
      Pessimist" mit 150 Originalen, zahlreichen Kurzfilmen und 50 Drucken.

      1932 in Buenos Aires geboren, lebt er heute in Monaco. Er zeichnet noch
      immer jeden Tag seine Karikaturen auf die moderne Gesellschaft. Sein Humor
      ist international, denn Mordillo kommt in der Regel ohne Sprechblasen aus.
      Trotzdem transportieren seine Zeichnungen den Witz. Mit 13 Jahren entwarf er
      1966 seinen ersten Cartoon. Von Walt Disney war er begeistert. Mit ebenfalls
      ausgestellten Grußkarten verdiente er etwas Geld.

      Mit der Zeit entwickelte er seinen eigenen Stil. Seine Figuren, egal ob Menschen
      oder Tiere, bekamen typische Knollennasen verpasst. Die Mimik störte das in
      keinster Weise. Mordillo versteht es vorzüglich Gesichtsausdrücke oder Stimm-
      ungen darzustellen. Sie zeigen Verwunderung, Freude, Sehnsucht, Verliebtheit,
      Zurückweisung, Hoffnung oder Trauer. Ist die Lage auch noch so aussichtslos,
      es ist nicht hoffnungslos.

      Alle seine Schaffensperioden sind vertreten. Es sind oft die zwischenmensch-
      lichen Dinge, die ihn interessieren. Der Kavalier bringt seiner Geliebten ein
      großes Herz, das sie aber erst vermessen möchte. Selbst der kleiner Dampfer
      schickt ganz viel Liebe in Herzform hinauf zum Ozeanriesen. Kann man den
      Mond einfach so an die Leine nehmen oder ein Stück aus dem Regenbogen
      klauen? Mordillo ist gerne der Romantiker mit viel gutem Humor. Immer wieder
      kommen seine Vorlieben wie Fußball oder Golf vor. Seine Welt ist voller
      surrealer Bildelemente und toller phantasiereicher Ideen. Sogar herrliche
      Wimmelbilder sind dabei. Da bleiben auch Erwachsene stehen. Die Hindernisse
      des Alltags können so wunderbar sein, wenn Mordillo sie zeichnet. Zu sehen
      sind einige seiner typischen Einsame-Insel-Cartoons. Auch das eigene Ich wird
      stets tiefgründig reflektiert. Es ist der gezeichnete Traum von einer besseren
      Welt. Politisch sind seine Cartoons aber selten.

      Zeichnerisch fallen starke Kontraste auf. Die Landschaften im Hintergrund
      zeigen dezente und klasse Verläufe. Die Hauptelemente werden farblich kräftig
      hervorgehoben. Mordillo versteht es mit Farbe umzugehen.

      Diese wunderschöne Ausstellung spricht wirklich fast jeden an, so herrlich ist
      der Humor in Mordillos Cartoons. Das ebenso schöne Buch zur Ausstellung ist
      in der Ludwiggalerie erhältlich.

      Laufzeit: 24. September 2017 bis 7. Januar 2018

      www.ludwiggalerie.de