abenteuer-ruhrpott.info
Aktuelles
Freizeit 1
Freizeit 2
Bühnen
Veranstaltungen
Buchtipps
Orte zum Feiern
Kontakt
      Das Museum Küppersmühle (MKM) in Duisburg bekommt einen Erweiterungs-
      bau. Bei der Grundsteinlegung war einer der beiden Architekten, Pierre de
      Meuron, persönlich anwesend. Die Fertigstellung ist für Ende 2018 geplant.

      Der Innenhafen ist bekannt für seine Backstein-Architektur. Das ehemalige
      Mühlengebäude der Küppersmühle ist ein Patchwork aus Backsteinziegeln und
      Mauertypen, die dem Gebäude den besonderen Charme verleihen. Das Archi-
      tekturbüro Herzog & de Meuron hat diese Struktur aufgegriffen und als Endbau-
      werk zur Autobahn hin ein Objekt gestaltet, das sich mit seiner Fassade der
      vorhandenen Architektur anpasst. Außen aufgebohrte Backsteine bestimmen
      die Optik. Alle Außenwände sind parallel zur Straße, zum Wasser und zur
      Autobahn. Der Schriftzug "Küppersmühle" wird am Haus die alte Typografie der
      1920er-Jahre aufnehmen. Die Architekten haben, anders als bei der Hamburger
      Elbphilharmonie, auf Leuchtturmeffekte verzichtet und einen bodenständigen
      Erweiterungsbau skizziert. Ihr an baulichen Mängeln gescheiterter Vorgänger-
      entwurf an gleicher Stelle auf dem Gebäude trug da noch ganz andere Züge.
      Pierre de Meuron sieht im Scheitern auch eine Chance. Optisch ist der neue
      mineralisch-monolithische Entwurf deutlich passender für die architektonische
      Struktur des Innenhafens.

      Auch innen hat man sich der bestehenden Museumsarchitektur angepasst.
      Große Räume mit ein paar vertikalen Fensterschlitzen und hohen Durchgängen,
      sowie ein grauer Boden gibt es auch im Neubau. 2.500 qm Ausstellungsfläche
      werden hinzu kommen. Das vorhandene Silo wird die Sehgewohnheiten als Ver-
      bindungsstück optisch aufbrechen. Man bewegt sich durch einen 30 m hohen
      Hohlraum zwischen den Silos. Oben erhellen sechs große Lampen den Raum.
      Das Gewölbe der Fundamente wird begehbar sein. In der Spitze des trapez-
      artigen Anbaus wird sich das Treppenhaus befinden, ganz im Stil des Treppen-
      aufgangs im bestehenden Museum. Für den Ausstellungsbereich hat man das
      größtmögliche Rechteck im Trapez plus eine Ergänzung gewählt. Die oberste
      Etage präsentiert einen durchgehenden mit Licht gefluteten Raum. Der Sonder-
      ausstellungsbereich verbleibt im bisherigen Teil.

      Eine Besonderheit wird sein, dass man das Silo als Aussichtsplattform
      konzipiert hat. Sie wird extern von außen per Aufzug zu erreichen sein.

      Der Ergänzungsbau wird finanziert und betrieben durch die MKM-Stiftung in
      Darmstadt. Zu sehen sein werden weitere Arbeiten aus der Sammlung Ströher.

      Datum: 5. April 2017

      www.museum-kueppersmuehle.de