abenteuer-ruhrpott.info
Aktuelles
Freizeit 1
Freizeit 2
Bühnen
Veranstaltungen
Buchtipps
Orte zum Feiern
Kontakt
      Das Musiktheater im Revier (MiR) startete in die Spielzeit 2017/2018, die unter
      dem Motto "Wir. Überraschend. Anders" steht. Es durfte gefeiert werden. Man
      wurde zum zweiten Mal zum besten Opernhaus in NRW gekürt.

      Das Programm reichte vom Kinderschminken bis hin zu künstlerischen
      Darbietungen der Tänzer und Sänger. Nach der Eröffnung durch Generalinten-
      dant Michael Schulz und Oberbürgermeister Frank Baranowski konnte man sich
      die Angebote aussuchen. Überall gab es was zu entdecken. Die MiR war ein
      Haus der offenen Tür, ob im Foyer, hinter den Kulissen, im kleinen und großen
      Saal oder draußen auf dem Platz.

      In Großen Saal standen Proben auf dem Plan. Nach dem Chorkonzert kam das
      Ballett. Ballettdirektorin Bridget Breiner moderierte charmant die Einblicke ins
      Training der Kompanie, bestehend aus zwölf Mitgliedern aus elf Nationen. Neue
      Schläppchen werden erst einmal gebrochen und mit einem Hammer bearbeitet.
      Einige neue Choreografien stehen in dieser Spielzeit wieder auf dem Plan. An
      einigen Samstagen haben sogar jeweils 15 Besucher die Möglichkeit das
      Training im Ballettsaal live zu verfolgen. Anschließend folgten Opernproben zur
      "Zauberflöte", inklusive einer grünen Schlange auf der Bühne. Statisten haben
      manchmal sehr ungewöhnliche und anspruchsvolle Aufgaben. Die ersten Ein-
      drücke versprechen eine gute Wiederaufnahme (ab 16.9.). Zum Schluss gab es
      Eindrücke von der Bühnen- und Lichttechnik. Rund ein Kilometer Kabel werden
      für das Licht einer Ballettaufführung verlegt. Kabellose und vielfältig steuerbare
      LED-Röhren sind der neuste Schrei der Lichttechniker. Am Ende senkte sich
      der der eiserne Vorhang herab, der rund 90 Minuten Feuer widerstehen kann.

      Die Arbeit hinter den Aufführungen konnte man hinter den Kulissen erleben. Die
      Requisite hat oft keine leichten Aufgaben zu erfüllen. Ob das Ergebnis dem
      Regisseur gefällt oder doch verworfen wird? Alles Bewegliche stellt das Team
      auf jeden Fall immer vor Herausforderungen. Was nicht betreten wird, das darf
      auch aus Styropor sein. Ein Vorhang kostet schnell mal 4.000 Euro. Dabei
      muss immer das Budget eingehalten werden. Als Finanzbeamte oder Buch-
      halter möchte jedenfalls keiner der dort angestellten Mitarbeiter arbeiten. Im
      Malsaal waren Arbeiten von Azubis ausgestellt. Hut ab vor diesen sehenswerten
      Werken im Großformat. Die Pigmentfarben werden selbst angerührt und
      gemischt.

      Man darf auf die neue Spielzeit gespannt sein.

      Datum: 9. September 2017

      www.musiktheater-im-revier.de