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      Das Musiktheater im Revier (MiR) ist in die neue Spielzeit gestartet. General-
      intendant Michael Schulz begrüßte alle Gäste im wie immer wunderschönen
      Foyer des Hauses. Geboten wurde ein buntes Programm für alle Theaterlieb-
      haber, ob jung oder alt. Das MiR stellte sich vor und machte Lust auf mehr.

      Verschiedene Bühnen waren die Dreh- und Angelpunkte des Tages. Mit-
      glieder des Sängerensembles stimmten schöne Melodien an und das neue
      Puppentheater im Haus zeigte, dass Puppen durchaus etwas für Erwach-
      senen sind. Die erste Premiere ist mit "Frankenstein" eine Oper mit Gesangs-
      darbietungen und einer Puppe. Die erst ein Jahr alte Komposition wurde
      auch musikalisch im großen Saal angestimmt. Die Junge Philharmonie
      Westfalen, unter der Leitung von Giuliano Betta, präsentierte in einer
      Orchesteralleinprobe erste sehr angenehme Einblicke. Insgesamt zählt man
      80 neue Mitarbeiter im Haus.

      Der obligatorische Rundgang durch die Werkstätten im Haus durfte nicht
      fehlen. Es präsentierten sich alle möglichen Gewerke. Die Maske fertigt in
      Kleinstarbeit Echthaarperücken oder Masken. Abgüsse von Körperteilen sind
      dabei durchaus üblich. In der Schreinerei bauen fünf Leute die Kulissen für
      die Aufführungen. Alle Wünsche sind dabei nicht immer zu erfüllen. Leicht-
      bauweise und höchste Stabilität sind manchmal schwer zu erfüllen. Im
      Malsaal waren Arbeiten der Theatermaler zu entdecken. Die Ausbildung ist
      sehr beliebt, allerdings gibt es nachher nur wenige Stellen. Pyrotechnik darf
      auf Bühne nicht fehlen. Per Gaskartusche löst man feurige Spezialeffekte
      aus, selbst im Dudelsack. Mit viel kreativem Sinn und Ideen bringt man die
      Stücke auf die Bühne. Ohne die pfiffigen Köpfe im Hintergrund wäre mancher
      Starregisseur niemals ein Star.

      Auf das Ballett war man besonders gespannt. Es nennt sich nun "MiR Dance
      Company". Giuseppe Spota hat Bridget Breiner als Leiter abgelöst. Nahezu
      alle ehemaligen TänzerInnen sind ihr nach Karlsruhe gefolgt. Spota lud 200
      Bewerber zu einem Casting ein und fand 13 neue Mitglieder für das rein
      internationale Tanzensemble. Sie stammen aus Griechenland, Italien,
      Spanien, Australien, Südkorea, Taiwan oder Brasilien. Zwei Eleven sind eben-
      falls feste Mitglieder. Welch guten Ruf Giuseppe Spota in der internationalen
      Ballettszene genießt zeigt die Verpflichtung von Hamilton Blomquist aus
      Stockholm. Der 18jährige Eleve der Royal Swedish Ballet School ist nach
      den ersten vorsichtigen Eindrücken tänzerisch schon jetzt ein großer Gewinn
      für die Kompanie. Musik und Bewegung verschmelzen bei ihm auf wunder-
      bare Art und Weise. Man darf wirklich auf die neue Kompanie gespannt sein.

      Datum: 7. September 2019

      musiktheater-im-revier.de