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      Das temporäre Museum des Kunstmuseums Mülheim an der Ruhr beteiligt
      sich mit der kleinen und feinen Ausstellung "Leben mit Bauhaus" am hundert-
      jährigen Jubiläum der Bauhaus-Werkstätten.

      1919 wurde das Bauhaus in Weimar gegründet. Revolutionäre und avant-
      gardistische Ideen sollten nach den Wirren des Ersten Weltkriegs die Gesell-
      schaft ästhetisieren. Es galt Alltagsgegenstände schlicht, nachhaltig in der
      Materialwahl und funktional klar zu formen. Man legte Wert auf gewisse
      Farben wie Rot, Gelb und Blau sowie auf bestimmte Formen. Kreise,
      Quadrate und Dreiecke sind dabei anzuführen. Die Bauhäusler wollten das
      Stadtleben so angenehm wie möglich machen und auch die Architektur
      revolutionieren. Weiße Kuben als Wohnhäuser kamen auf.

      Mit der Machtergreifung der Nazis 1933 endete die Bauhaus-Zeit in
      Deutschland. Die Protagonisten wanderten aus, viele nach Chicago. Sie
      trugen die Bauhaus-Idee zwangsläufig in alle Welt und prägten diese Epoche
      im Exil weiter.

      Was vom Bauhaus ist in geblieben? Das temporäre Museum (das Haupthaus
      wird saniert) wollte wissen, wie die Mülheimer Bürger mit dem Bauhaus leben.
      Was ist von den Alltagsgegenständen in Gebrauch? Es kam jede Menge
      Sehenswertes zusammen. Man entdeckt verschiedene Möbel, die eindeutig
      dem Bauhaus zuzuordnen sind. Es sind alles Replika, da das temporäre
      Ladenlokal des Museums in der Mülheimer Innenstadt nicht den versicher-
      ungstechnischen Anforderungen entsprechen kann. Ist aber auch nicht
      tragisch. Alle Stücke vermitteln einen sehr guten Eindruck, wie man mit
      diesen Gegenständen täglich lebt. Unser Küchenraum wird vom Bauhaus bis
      heute beeinflusst. Man findet Lampen, Aufbewahrungsgefäße, Besteck und
      Gläser. Ein Schachbrett ist eindeutig gestaltet. Das Holzspielzeug lässt
      den Kindern viel Fantasie für kreatives Spielen.

      Beinahe wäre in Mülheim sogar eine Bauhaus-Mustersiedlung entstanden,
      ähnlich dem Weißenhof in Stuttgart. Das Projekt scheiterte. Vielleicht lag
      es an der damaligen Wirtschaftskrise.

      Vom Stuhl eines Marcel Breuer bis hin zur Obstschale von Josef Albers
      gibt es jede Menge zu entdecken. Ein Filmbeitrag führt allgemein in das
      Thema Bauhaus ein und Fotos vermitteln, wie die Bürger der Stadt in ihrer
      Wohnung ihre Designstücke gestalterisch platzieren.

      Laufzeit: 17. Mai bis 8. September 2019

      www.muelheim-ruhr.de