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      Unter dem Motto „Wieder zuhause!“ hieß die Mercatorhalle in Duisburg ihre
      Gäste zu einer sehr unterhaltsamen und gar nicht steifen Feierstunde will-
      kommen. Duisburgs gute Stube wurde die letzten vier Jahre kernsaniert und
      erstrahlt nun in neuem Glanz und mit feiner Akustik.

      2007 hatte der damalige Oberbürgermeister Adolf Sauerland die Halle neu
      eingeweiht. Schließlich stellten sich recht bald nicht nur Brandschutzmängel,
      sondern auch 1.250 Baumängel heraus. Die Halle war nicht mehr bespielbar.
      Rund 17 Mio. Euro hat die Sanierung gekostet. Knapp 1.800 Gäste finden hier
      einen bequemen Platz.

      Zur Wiedereröffnung war die versammelte Duisburger Künstlerschar mit Über-
      raschung auf der Bühne. Durch das lockere Programm führte ganz ausgezeich-
      net Kai Magnus Sting. Er nahm die Halle sofort für sich ein, mit sehr gutem
      Humor, der auch OB Sören Link bitter auf den Zahn fühlte. Kai-Magnus Sting
      war der Chef im Ring, mit dem wunderbaren Schalk im Nacken. Er ließ die
      Geschichte der Halle und der Vorgängerbauten Revue passieren und wies auf
      den Namensgeber hin, den Kartographen Gerhard Mercator, der um 1560 nach
      Duisburg kam. Duisburg, was ist das eigentlich? Jedenfalls gastierten so große
      Namen wie Tom Jones, Peter Alexander, Peter Frankenfeld, Ray Charles,
      Gorbatschow, Willy Brandt, Johannes Rau, Harry Belafonte, Herbert von
      Karajan, Udo Jürgens oder Lale Andersen in der Tonhalle (erb. 1887) oder der
      alten Mercatorhalle (erb. 1962).

      Die Duisburger Philharmoniker spielen schon sein 1877, damals noch in der
      Tonhalle. Sie eröffneten das Programm in Kammerbesetzung und begleiteten
      eine historischen Film mit Szenen um 1900 aus dem Duisburger Stadtleben.
      Mit Jupp Götz folgte ein Urgestein der Duisburger Kultur, unverkennbar an seiner
      Stimme. Die beiden „Duisburger Tenöre“ stellten ihren gesanglich tollen Beitrag
      unter das Motto „Das Leben ist schön“. Anja Lerch präsentierte mit der Cellistin
      Anja Schröder eigene Songs sowie den Song „Purple haze“ von Jimi Hendrix
      virtuos. Als Überraschungsgast betrat Piet Klocke die Bühne. Er sollte mit
      seinen gewohnten Halbsätzen Gemeinsamkeiten zwischen Kultur und Architek-
      tur erklären. Richtig gute Musiker sind Daniel Basso und Mirko van Stiphaut, die
      auch bei den Popolskis mit dabei waren. Als Duo nahmen sie sich schlechte
      Songs zur Brust, um mal zu zeigen, was in diesen Werken wirklich steckt. Den
      größten Applaus, neben Kai Magnus Sting, erntete der Duisburger Shanty-Chor,
      alles ältere Herren auch jenseits der 90. Da ging die Halle richtig mit. Der Hafen
      feiert immerhin 300 Jahre Geschichte. Alle zusammen sangen zum Schluss
      „All you need is love“, ehe die vielköpfige Duisburger Prinzengarde musikalisch
      den Saal enterte. Die Akustik ist wirklich wunderbar.

      Als Ausklang des schönen Eröffnungsabends spielten Daniel Basso, Jupp Götz
      und Mirko van Stiphaut ein hervorragendes Sonderkonzert im Foyer der
      Mercatorhalle. In dieser Zusammensetzung war das eine Premiere, die sich
      sehr gelungen anhörte und durchaus hätte länger gehen können.

      Datum: 1. September 2016

      www.mercatorhalle.de