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      Mit der Ausstellung „Manet – Sehen“ zeigt die Hamburger Kunsthalle eine sehr
      gute Ausstellung mit ber 60 Arbeiten von Édouard Manet (1832-1883). Vom
      Frühwerk bis zum Spätwerk ist die eigene Bildsprache eines der bedeutenden
      Wegbereiter der modernen Malerei zu erleben.

      Manet wählte von Anfang an einen ganz eigenen Pinselstrich, locker und flüssig.
      Die Gesichtszüge kamen dabei nicht so fein heraus wie seinen Malerkollegen,
      doch der Ausdruckskraft der abgebildeten Personen tut das keinen Abbruch.
      Sie treten in eine ganz besondere Ansprache mit dem Betrachter, indem ihre
      Blicke direkt oder indirekt wirken. Erste Bilder um 1860 zeigen elegante Mode
      und Blicke, die oft leicht verträumt erscheinen. Wohin blicken die Modelle?
      Diese Frage stellt man sich automatisch. Man sieht seine liebsten Modelle,
      Lola de Valence und Berthe Moriset, sowie z.B. einen Philosophen, Kinder oder
      einen Hund. Der Hintergrund wird in seinen Werken bewusst wenig detailreich
      gestaltet. Der Bildraum wird durch Licht moduliert. Er zeigt dabei eine ziemlich
      verkrampfte feine Gesellschaft. Im Garten, in der Sommeridylle, beim Tanz, oder
      in der Bar. Was wollen sie uns sagen? Diese Frage stellt sich immer wieder.

      Manet provozierte gerne. So trägt seine Nana Unterwäsche und blickt den
      Betrachter dabei direkt an, als hätte sie ihn erwischt. Der Skandal um seine
      „Olympia“ wird ausführlich behandelt. Manet stellte häufig auf den Pariser-Salon-
      Ausstellungen aus. Hier hingen Tausende Werke diverser Künstler. Nur wer
      auffiel, der wurde berühmt. Manet fiel auf und hatte nicht wenige Kritiker, die
      sich den Mund zerrissen. Die Kritik prasselte nur so auf ihn ein. Er wurde ver-
      spottet und seine Bilder zum Teil bewusst beschädigt. Eines seiner letzten
      Bilder zeigt 1883 eine Frau in schwarzem Gewand, fertig zum Gehen. Seine Art
      zu malen gab ihm recht. Heute zählen seine Arbeiten zu den Meisterwerken der
      frühen Moderne.

      Es gibt auch einen Raum für Augenblicke, wo man seine eigenen Augenpaare
      an einer Wand fotografisch in die Ausstellung einbringen kann. Ein begleitender
      Katalog ist im Msuem erhältlich.

      Laufzeit: 27. Mai bis 4. September 2016

      www.hamburger-kunsthalle.de

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