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      "Das Mädchen, mit dem die Kinder nicht verkehren durften" heißt es im
      Theater Oberhausen für Kinder ab acht Jahren. Es geht um die Kindheit in
      einem staatlich herrschenden System und die Erziehung. Wie widerspenstig
      darf man als Kind sein, um nicht zu sehr anzuecken? Regie führte Hannah
      Biedermann.

      Der Roman von Irmgard Keun spielt im Jahre 1936. Kinder hatten zu
      gehorchen und sich dem System absolut unterzuordnen. Taten sie es nicht,
      waren sie suspekt und wurden gesellschaftlich verstoßen. Dieses Milieu ist
      die Grundlage des Stücks. Ayana Goldstein, Agnes Lampkin, Marie-Christin
      Sommer und Mervan Ürkmez verkörpern zusammen das Mädchen, das seine
      Grenzen auslotet, um die Welt zu verstehen und erwachsen zu werden.
      Warum verbieten Erwachsene Kindern so viele Dinge, obwohl sie es selbst
      tun? Warum darf man nicht lügen? Jeder lügt am Tag mehrmals unbewusst
      oder bewusst.

      Das Mädchen tut das, was es altersgemäß eben macht. Es baut sich eine
      Höhle, bewirft Passanten mit Wasserbomben oder sogar mit einem Toten-
      kopf, beobachtet die Erwachsenen ganz genau und in der Schule ist eine
      Lehrerin oft der Verzweiflung nahe. Welches Verhalten ist angemessen?
      Wie sollen Erziehungsberechtigte reagieren? Wie viel Rebellion ist
      angemessen?

      Man ist im Saal 2 ganz nah dran, wenn in schwarzen Bällebad die
      Erziehung schauspielerisch diskutiert wird. Das Stück macht Spaß, Kindern,
      Jugendlichen und Erwachsenen. Ständig verändert sich die Bühne sehr
      kreativ.

      Datum: 5. Oktober 2019, Premiere

      www.theater-oberhausen.de



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