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'Night of lights' im Ruhrgebiet
Corona hält die Kulturbranche in Atem. Viele Institutionen leiden große Not. Es fehlen die Einnahmen. Mit der „Night of lights“ hat man ein sehr sichtbares Zeichen gesetzt. Beteiligte Bühnen und Unterstützer der Veranstaltungsbranche tauchten ihre Häuser in ein unübersehbares Rot, eine Farbe der Leidenschaft.

Die dichte Kulturlandschaft im Ruhrgebiet leidet unter nicht stattfindenden Veranstaltungen. Sie finden gar nicht statt oder nur mit sehr begrenzter Besucherzahl, was in der Regel nicht wirtschaftlich ist. Trotzdem zeigt man sich. Man möchte nicht vergessen werden.

Mit Einbruch der Dunkelheit ging es los. Die Arena Oberhausen illuminierte ihren Eingang ein wenig. Sonst strömen hier Tausende zu Abendveranstaltungen oft namhafter Künstler. In der Luise-Albert-Halle gab man sich sehr viel Mühe. In großen Schwierigkeiten ist das privat geführte Ebertbad in Oberhausen. Vor September geht hier nichts im Saal. Die Crew um Hajo Sommers nutzte den besonderen Abend, um sich vor dem Haus zu versammeln. Das Theater Oberhausen ist direkt nebenan. Hier wurden die Flure innen rot illuminiert. Ein Highlight war auch das Schloss Oberhausen, das viele Menschen zum spontanen Anhalten veranlasste. Handy raus und klick!

In Mülheim leuchteten das Schloss Broich und die Stadthalle ganz in Rot. Großveranstaltungen sind auch hier aktuell nicht möglich.

Duisburg glänzte in dieser Nacht. Als ob man die Oscar-Verleihung ins Theater Duisburg verlegt hätte, strahlte das Haus prächtig. Zahllose Autos blieben stehen und staunten über diesen optischen Leckerbissen. Die Techniker des Hauses gaben sich wirklich alle Mühe, das Theater klasse ins Licht zu rücken. Nebenan wurde die Mercatorhalle innen ins Licht gerückt. Unübersehbar war der Turm der Stadtwerke. Als Sponsor des Sommerkinos im Landschaftspark ist man der Kultur sehr verbunden. Auf der linken Rheinseite hatte sich die Event-Location Villa Rheinperle ebenfalls Mühe gegeben.

Ein große Zahl an Arbeitsplätzen ist in der Kulturbranche bedroht. Techniker, kreative Berufe und ganze Bühnen sind in großer Not. Eine Wende zum Guten ist aktuell nicht in Sicht. Von vollen Häusern kann man nur träumen. Alle werden sicher nicht überleben, aber es bleibt zu hoffen, dass der Schaden für die Künstler, die Bühnen und alle anderen Beschäftigten nicht allzu groß sein wird.

Datum: 22. Juni 2020

night-of-light.de