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      Das Lehmbruck Museum in Duisburg ist stolz auf seine neue Decke in der
      900 qm großen Lichthalle. 451 Alurahmen mit aufgespannter Polymer-Folie
      zieren die außergewöhnliche Architektur von Architekt Manfred Lehmbruck,
      dem Sohn von Wilhelm Lehmbruck.

      Vor vier Jahren war es ein Schock, als man feststellen musste, dass die alten
      Deckenplatten porös waren eine eventuelle Gefahr darstellten. Man nahm sie ab
      und lange Zeit blickte man unter eine Decke mit Aufhängern und Neonröhren.
      Manchen Besuchern gefiel dieser Anblick sogar, aber er war kein Dauerzustand.
      Das Immobilien-Management Duisburg hat nach Lösungen gesucht und eine
      gute gefunden. Die neue Decke sieht aus wie die alte, ist aber eine völlig andere.
      Sie besteht aus Alurahmen, die mit einer 1 mm dicken Folie doppelt bespannt
      wurden. Durch thermische Behandlung wirkt sie völlig glatt und lichtdurchlässig.
      Obendrein ist sie auch noch schwer entflammbar. Ein Vorteil ist ebenfalls das
      Gewicht der einzelnen Elemente. Es wurde von 15 kg auf nun 4 kg reduziert.
      Bis 1987 zierten übrigens 400 Lichtkuppeln das Dach, ehe eine Lichtdecke
      eingebaut wurde.

      Ganz billig war die aktuelle Erneuerung natürlich nicht. Sie kostete 260.000
      Euro. Die Hälfte kam über Fördermittel des Bundes, die über die Bezirksregie-
      rung liefen. Die andere Hälfte steuerte die Stadt Duisburg bei. In den nächsten
      beiden Jahren soll irgendwann auch noch die Beleuchtung hinter der Decke
      modernisiert werden. Momentan sind es noch acht 60 m lange Bänder aus
      Neonröhren, die echte Stromfresser sind.

      Die neue Decke ist Teil eines Gesamtpakets, mit dem das Museum verschönert
      und modernisiert wird. Die Eingangstür wurde bereits für 24.000 Euro erneuert,
      der Lehmbruck-Trakt hergerichtet, das Dach und die Stahlrahmen saniert und
      bald soll auch der Beton der Fassade sandgestrahlt werden, ohne die
      Schalungsoptik zu zerstören. Beton muss atmen. Der Teich auf dem Skulptu-
      renhof wird ebenfalls saniert. Er besitzt keine Dehnungsfuge. Durch die beson-
      dere Architektur ist der Bau eine ewige Baustelle, die regelmäßig Handlungs-
      bedarf hat.

      Am 3. Dezember wird die neue Präsentation der Dauerausstellung im Haus
      eröffnet. Der Anbau aus den 1980er-Jahren wird aktuell noch umgebaut. Nicht
      nur hier wurden Trennwände entfernt. Alles wird wieder viel freier und luftiger
      wirken.

      Datum: 15. November 2016

      www.lehmbruckmuseum.de