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      Man erkennt es kaum wieder. Das Lehmbruck Museum präsentiert unter dem
      Motto "Neuaufgestellt!" seine Meilensteine der Kunst aus der eigenen Samm-
      lung in beinahe neuen Räumen. Von Franz Marc, über August Macke und Emil
      Nolde, bis hin zu Christo ist jede Menge Sehenswertes dabei, was bisher im
      Depot schlummerte.

      Die Umbauten lassen die Architektur des 1987 eröffneten Anbaus wieder richtig
      atmen. Wände, die 2010 eingebaut wurden, hat man wieder entfernt. Die
      Räumlichkeiten wirken dadurch viel freier und luftiger. Im oberen Bereich, auf der
      Galerie, findet man nun die wunderbaren Expressionisten, die den Grundstock
      der Sammlung bilden. Nebenan hängen wunderbare Werke von August Macke
      oder Holzschnitte auf Japanpapier von Franz Marc. Arbeiten von Künstler-
      gruppen wie der "Brücke" oder dem "Blaue Reiter" wurden in den 1950er-Jahren
      vom damaligen Direktor erworben. Immer wieder werden die Wandarbeiten mit
      Skulpturen, z.B. von Norbert Kricke oder Tony Cragg, kombiniert. Wie auch in
      anderen Räumen, bilden sie teilweise die gewollten Stolpersteine, also Arbeiten
      die nicht in die Zeit passen, aber trotzdem eine gefühlte Verbindung haben.

      Im unteren Bereich werden viele nun das Iglu ermissen, doch es nahm einfach
      zu viel Platz weg. Dieser wird nun sinnvoll genutzt. Der Raum wirkt plötzlich
      ganz anders. Geschickt hat man hier wenige Raumteiler platziert. Arbeiten von
      Jean Tinguely oder Andy Warhol, der himmelblaue VW-Käfer von Geoffrey
      Hemdricks, eine Raumarbeit von Beuys oder der Aschehaufen von Reiner
      Ruthenbeck fallen hier ins Auge.

      Vorgeschaltet hat man als Einstieg einige bewegliche Arbeiten, z.B. von Nam
      June Paik, Henry Moore oder Dennis Oppenheim. Insgesamt ermöglicht die
      Umgestaltung im Anbau die Präsentation von 100 ergänzenden Arbeiten, für die
      vorher kein Platz gewesen ist. Zentral gibt es nun sogar eine extra eingerichtete
      Ecke für die Besucher, das "Studiolabor", wo sie selbst künstlerisch aktiv
      werden können und das Gesehene verarbeiten können. So lässt sich der
      Museumsbesuch interessant erweitern.

      Ebenfalls neu erstrahlt die große Glashalle mit ihrer besonderen Architektur
      von Manfred Lehmbruck. Die Lichtdecke wurde nach langer Wartezeit und mit
      viel Aufwand wieder eingefügt, nachdem die alte vor vier Jahren von der Bauauf-
      sicht als zu spröde und unsicher eingestuft wurde. Auch hier lässt es sich gut
      flanieren. Arbeiten von Uecker, Mack oder Giacometti sind z.B. auf drei Ebenen
      zu bewundern.

      Datum: ab 3. Dezember 2016

      www.lehmbruckmuseum.de