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      Das Museum Folkwang widmet Maria Lassnig (1919-2014) eine umfassende
      Retrospektive. Insgesamt 41 Gemälde und fünf Filme geben einen Überblick
      über das Lebenswerk der österreichischen Künstlerin.

      Maria Lassnig besticht mit ihrem unverkennbaren Stil: Zunächst vom Surreal-
      ismus und den informellen Strömungen beeinflusst, entwickelt sie bereits in den
      späten 1940er Jahren ihr Konzept der "Körperbewusstseins-Malerei". Indem sie
      den eigenen Körper zum Gegenstand ihrer Kunst erklärt, nimmt sie unter
      anderem die feministische Body-Art der späten 1960er und 1970er Jahre vorweg.
      Noch vor dem Wiener Aktionismus rückt Lassnig den eigenen Körper radikal ins
      Blickfeld. Damit steht sie für einen der wichtigsten Paradigmenwechsel des
      20. Jahrhunderts. Heute, im Zeitalter der digitalen Entkörperlichung, ist das
      Werk der Künstlerin bedeutender denn je. Die Ausstellung zeigt die Bandbreite
      von Lassnigs frühen abstrakten, vom Informel inspirierten Körperumrissen über
      ihre Reflektionen des Sehens bis hin zu zahlreichen Selbstporträts. Lassnig
      weist dem Selbstporträt eine völlig andere Dimension zu, indem sie das spür-
      bare Bewusstsein des eigenen Körpers als Kernthema ihrer Malerei setzt.

      Einen zentralen Aspekt ihres Werkes entwickelt sie in den 1970er Jahren. Maria
      Lassnig lebt in New York und beginnt sich mit dem Medium Film auseinander-
      zusetzen. Die Ausstellung präsentiert ihre faszinierenden filmischen Werke in
      mehreren Räumen. Neben ihrem Bezug zur Malerei zeigen sie auch die humor-
      istische Selbstcharakterisierung und deren weit über die Malerei hinausgehen-
      den erzählerischen Elemente. Beispielgebend ist der Film Chairs (1971), in
      diesem nehmen gewöhnliche Stühle menschliche Gestalt an und wandeln sich
      unaufhörlich.

      Ergänzt wird die Ausstellung durch Archivmaterialien aus Lassnigs Nachlass
      und einem Dokumentarfilm über die bedeutende Künstlerin.

      Es erscheint ein Katalog herausgegeben von TATE Publishing, eine englische
      Ausgabe mit deutschem Einleger.

      Laufzeit: 10. März bis 21. Mai 2017

      www.museum-folkwang.de