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Landesgartenschau LAGA 2020 in Kamp-Lintfort - Staffelspatenübergabe
Die Landesgartenschau 2020 in Kamp-Lintfort ist zu Ende. Über 450.000 Besucher zählte man an den Kassen. Am letzten Tag erfolgte die Staffelspatenübergabe an Daniel Hartmann, den kommenden Bürgermeister von Höxter, wo die nächste Landesgartenschau 2023 stattfinden wird.

Es war ein kleines Sommermärchen in schwierigen Zeiten. Etwas verspätet ging man mutig mit einem ausgeklügelten Hygienekonzept an den Start. Es erwies sich als stabil und durchführbar. Schwierig war lediglich der wegbrechende Bustourismus, der die erwarteten Besucherzahlen nicht ganz erreichen ließ. Zufrieden war man trotzdem. Für das Defizit erhofft man einen finanziellen Ausgleich vom Land NRW.

Insgesamt 800 Bäume und 22.000 Stauden wurden gepflanzt. Die LAGA war ein Stückchen Urlaub vor der Haustür. Die Besucher kamen allerdings nicht nur aus der Umgebung. Sie stammten aus alles 16 Bundesländern und insgesamt sieben anderen Ländern. Der Großteil nutzte die Zeit für einen Kurzurlaub in der Region. Das Gelände, das zuvor dem Bergbau diente, bot ausgedehnte Spazierwege, jahreszeitlich wechselnde Blumenhallenschauen und Rabatten. Dazu gab es einen kleinen Zoo, Orte der Entspannung oder sportliche Angebote. Viele nahmen Inspirationen für den eigenen Garten oder den Balkon mit nach Hause.

Auch die Aussteller waren sehr zufrieden. Die Kreisjägerschaft öffnete stets am Wochenende ihren Stand mit ausgestopften Tieren. So kamen nicht nur Kinder mal in Kontakt mit wilden Tieren. Einen verunfallten Seeadler auszustopfen kostet übrigens rund 1.200 Euro. Im Weltgarten konnte man einem großen Publikum vermitteln, wie wichtig fair gehandelte Produkte sind, die die Erzeuger auch ernähren können. Man sollte auf die Gütesiegel achten. Im ehemaligen Lehrstollen des Bergwerks Friedrich Heinrich führte die Fördergemeinschaft für Bergwerkstradition Linker Niederrhein e.V. rund 4.000 Besucher durch ihren Lehrpfad mit originalen Maschinen, die oft noch in Gang gesetzt werden können. Auch der Niederrhein-Tourismus war froh auf der LAGA vertreten gewesen zu sein, da viele Messen ausfielen. So animierte man viele Besucher zu einem Tages- oder Kurztrip.

Nach der LAGA hat man ein Gelände, das der künftige Stadtpark von Kamp-Lintfort sein wird. Einige Attraktionen werden bleiben, so der Lehrstollen, der Zoo, das Green Fab Lab der Hochschule Rhein-Waal, der Kinderspielplatz oder der Quartiersplatz. Der kleine und der große Fritz sowie das überwiegende Parkgelände bleiben natürlich ebenfalls bestehen. Entstehen werden in den alten Zechengebäuden und als Neubau ab 2021 rund 800 neue Wohneinheiten. Der große Parkplatz wird komplett überbaut. Die LAGA ist im Nachhinein eine Investition in die Infrastruktur der Stadt. Viele neue Bürger wird man begrüßen können. So ganz nebenbei hat man sich mit dem Zechenstandort Friedrich Heinrich auch als UNESCO-Welterbe beworben. Einen Versuch ist es wert. Eventuell ist man 2027 als Teil der IGA mit dabei.

Den Staffelspaten nahm Daniel Hartmann aus Höxter von Kamp-Lintforts Bürgermeister Prof. Dr. Christoph Landscheidt entgegen. Er ist der neu gewählte Bürgermeister in Höxter, der am 1. November 2020 sein Amt aufnehmen wird. Höxter möchte 2023 seine Schätze, wie das Kloster Corvey, ein UNESCO-Welterbe, mit der Gartenschau verbinden.

www.kamp-lintfort2020.de