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Ausstellung 'Kuno Gonschior – Farben sehen' in der Kunsthalle Recklinghausen
Kuno Gonschior (1935 – 2010) gehört zu den großen Künstlern der Region und darüber hinaus. Die Kunsthalle Recklinghausen präsentiert in der monografischen Ausstellung „“Kuno Gonschior – Farben sehen“ rund 67 Arbeiten von den 50ern bis hin zu seinem letzten Werk.

Eigentlich war diese Ausstellung bereits abgesagt, doch durch den Corona bedingten Ausfall einer anderen Ausstellung war plötzlich doch wieder ein Zeitfenster frei. So präsentiert man nun, nach kurzer Vorbereitungszeit, eine streng chronologisch gehängte Schau, die sehr überzeugend einen Künstler präsentiert, der sich der Farbe verschrieben hatte. Seine letzte große Ausstellung hatte er 2008 im Museum Küppersmühle in Duisburg.

Seine ersten Arbeiten erinnern noch an seinen Lehrer, K.O. Götz, bei dem er studierte. Sie waren noch nicht so farbig, eher künstlerische Experimente auf dem Weg zu seinen späteren Arbeiten. Erst in den 60ern wurde die Farbe sein künstlerischer Lebensinhalt, ohne sich an bekannten Farbtheorien zu orientieren. Er entwickelte seine Kunst emotional aus dem Bauch heraus. Bei ihm funktionierten sogar Farbkombinationen, die sonst eher unmöglich wären. Er wollte das Sehen des Betrachters irritieren. Aus Tupfern wurden kleine oder größere Kreise, bis hin zu Farbflecken. Man entdeckt Arbeiten mit gedeckten, aber auch leuchtenden Farben. In einzelne Arbeiten ist sogar ein Glitzereffekt ein gearbeitet. Kuno Gonschior experimentierte mit Materialien wie Wachs, Gel oder Öl. Acrylfarben verwendete er weniger.

Teilweise rätselt man der räumlichen Wirkungen wegen. Andere Objekte sind ganz bewusst dreidimensional angelegt. Nicht selten möchte man sich von seinen Arbeiten hineinziehen lassen, auf der Suche nach spannenden Welten. Man deutet seine Farbflecken gerne auch als grünes Laub oder Muscheln.

Diese Ausstellung ist inhaltlich sehr passend zu den aktuell herbstlichen Zeiten.

Laufzeit: 20. September bis 15. November 2020

kunsthalle-recklinghausen.de