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      Gereon Krebber (geb. 1973 in Oberhausen) gehört zu den großen jungen
      Künstlern in Deutschland und ist Professor an der Kunstakademie Düsseldorf.
      Seine frische Art künstlerisch zu Arbeiten ist sehenswert im Museum DKM in
      Duisburg in der Ausstellung "antagomorph" zu erleben.

      Die sieben Räume der Sonderausstellung sind eine Überblicksausstellung der
      letzten fünf Jahre. Seine Kunst wurde sogar in den USA gezeigt. Sein unge-
      wöhnlicher Umgang mit Materialien ist sehr interessant und vielfältig. Von sich
      selbst sagt er, dass er zum produzierenden Gewerbe gehört. Er möchte sich
      bei seinem Schaffen die Hände schmutzig machen und nicht nur nach Vorgaben
      produzieren lassen. Seine Objekte fallen auf. Als Bildhauer bearbeitet er keinen
      Sandstein oder Marmor, er benutzt in der Regel eher minderwertige Materialien
      und formt daraus Objekte, denen man das Material oft nicht mehr ansieht. Sie
      wirken manchmal irritierend und auch abstoßend. Trotzdem ziehen sie den
      Betrachter in seinen Bann. Man geht näher heran und ist neugierig. Geschmol-
      zenes Klebeband, Bauschaum, Beton, verbranntes Holz, gehärtete Gelatine,
      Zuckerguss oder Sterilisationsfolie sind seine Grundstoffe des kreativen
      Arbeitens.

      Eine ganze Wand aus geformter Sterilisationsfolie greift nach dem Besucher,
      der hier zwar keine Höhle findet, sich aber neugierig nähert. Man kann darin eine
      Welle, den Glücksdrachen "Fuchur" oder andere Dinge sehen. Stets sieht man
      bei Krebber nur die Dinge, die man im Kopf hat. Er macht keine Vorgaben und
      regt die Phantasie an. Am Eingang der Ausstellung empfängt einen eine Gruppe
      aus schwarz umhüllter Folie. Er lässt bei zwei seiner Arbeiten in einen Schlund
      blicken oder mit bearbeiteten Putzlappen behängte Ringe aus Metall strukturell
      verschmelzen. Vergänglichkeit assoziiert ziemlich Raum füllend eine verbrannte
      Holzkonstruktion Ein Quader aus Bauschaum wirkt nicht nur wie eine eklige
      Masse aus Würmern, er bricht auch in einer Kerbe auf und scheint sich lang-
      sam in den Raum zu ergießen. Seine Spiegel, ob gestellt oder als Mobilee, sind
      teilweise abgeschliffen und weiter bearbeitet.

      Bei Gereon Krebber gibt es eine Menge spannende Kunst zu entdecken. Seine
      unkonventionelle Art Interesse zu wecken kommt an.

      Es ist ein Katalog mit einem Überblick seiner Wer im Kerber Verlag erschienen.
      Am 1. November führt er selbst im Museum DKM spannend durch seine
      Ausstellung. Man sollte es sich nicht entgehen lassen. Eine Anmeldung ist
      erforderlich.

      Laufzeit: 30. September 2016 bis 5. März 2017

      www.museum-dkm.de