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      Eine große Ausstellung verdient eine große Eröffnung. Zur Feierstunde kamen
      sogar der Ministerpräsident Armin Laschet, seine Vorgängerin Hannelore Kraft
      und andere bekannte Gesichter.

      Bei 1.500 Besuchern der Eröffnung der Ausstellung "Das Zeitalter der Kohle"
      war auf Zollverein nur eine Halle groß genug, die relativ neue Grand Hall. Sie
      war ein würdiger Rahmen für einen Abschied, der am 21. Dezember 2018
      vollzogen wird, der Abschied von der Kohlenförderung in Deutschland. 200
      Jahre lang wurde das schwarze Gold abgebaut. Demnächst kommt die
      Importkohle aus Vietnam, Indonesien oder Australien. Ohne Kohle als
      Rohstoff geht es in vielen Branchen nicht.

      So war es vielen Rednern anzumerken, wie wichtig es ihnen war, die Bedeu-
      tung der Kohle und der Bergleute zu würdigen. Ministerpräsident Armin
      Laschet, Essens OB Thomas Kufen, Michael Vassailiadis (Vorsitzender
      der IG Bergbau, Chemie, Energie) oder Bärbel Bergerhoff-Wodopia (Mitglied
      des Vorstands der RAG-Stiftung) fanden die richtigen Worte für diese Aus-
      stellung. Den Festvortrag hielt Sir Ian Kershaw, ehe Prof. Theodor Grütter
      Prof. Dr. Dr. Franz-Josef Brüggemeier und Dr. Michael Farrenkopf zum
      Gespräch bat. Musikalisch rundeten die Bergmannskapelle Saar und der
      Ruhrkohle-Chor das Programm ab. Wie nicht anders zu erwarten, kam es
      zeitlich zu erheblichen Verzögerungen. Für die geladenen Gäste war die
      Ausstellung allerdings bis 24 Uhr geöffnet.

      Was bleibt von der Kohle? Die Bergmannskapelle Saar und der Ruhrkohle-
      Chor werden weiter existieren, da sie finanziell gut gefördert werden, mit
      Mitteln der Ewigkeitskosten (rund 220 Mio. Euro/Jahr in D). Andere
      Bergmannschöre werden altersbedingt verschwinden. Der Ruhrkohle-Chor
      hat dagegen keine Nachwuchsprobleme. Mit 70 muss man sogar aufhören
      zu singen. Er ist so beliebt, dass er bis 2019 beinahe ausgebucht ist.
      Die Sänger reisen mit dem Chor um die Welt, werden international eingeladen.
      Trotzdem wird der Bezug zum Bergbau nachkommenden Generationen fehlen.
      Einen neuen Schacht abzuteufen dauert übrigens rund zehn Jahre, falls man
      mal wieder heimische Kohle benötigen sollte.

      Auf Zollverein durften die Gäste stark verspätet die europäische Geschichte
      der Kohle bewundern. Dazu wurden alle Zugänge zur Ausstellung, auch die
      unplanmäßigen, geöffnet, um die Menschenströme besser zu koordinieren.
      Für den normalen Ausstellungsbetrieb gilt der Zugang mit der Standseilbahn
      durch die Bandbrücke. Am Eröffnungsabend bot sich auf dem Dach der
      Mischanlage ein wunderschöner Blick über das abendliche Ruhrgebiet.

      Laufzeit: 27. April bis 11. November 2018

      Infos und Fotos zur Ausstellung
      www.zeitalterderkohle.de