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      Das Museum Küppersmühle in Duisburg zeigt mit der schönen Ausstellung
      "Bernd Koberling - Werke 1963-2017" die bisher größte Retrospektive einer
      Künstlerpersönlichkeit, die sich vorwiegend der Landschaft verschrieben hat. Zu
      sehen sind 80 Gemälde aus sechs Jahrzehnten.

      Bernd Koberling (geb. 1938 in Berlin) hat ein vielfältiges Lebenswerk geschaffen.
      Immer wieder änderte er seinen Stil. Zur Landschaft kehrte er immer wieder
      zurück. Dabei muss man sich die Landschaft aber eher abstrahiert vorstellen.
      Oft führten ihn Reisen in den hohen Norden, wo Gletscherzungen in Täler ragten
      und Schnee nichts selten war. Aus der Erinnerung dieser Reisen entstanden
      zahlreiche Motive von Fjorden oder Birkenhütten der Sami, in denen er gerne
      übernachtete. Die ursprüngliche Landschaft war es, die ihn interessierte. Erst
      1968 entschied er sich hauptberuflich Maler zu sein. Zuvor arbeitete er als Koch
      und malte nach Feierabend bis tief in die Nacht.

      Sein Aufenthalt in der Villa Massimo in Rom (1969-1970) führte in eine kreative
      Schaffenskrise. Es entstanden plötzlich sogar Protestbilder gegen den Vietnam-
      krieg. In den 1970er-Jahren malte er sehr expressionistisch auf auf Jute, ehe
      in den 1980er-Jahren Menschen und Tiere sichtbar wurden. Die 1990er-Jahre
      sind der Erforschung und kraftvollen Wirkung der Farben gewidmet, verpackt
      in einem Mikrokosmos. Von 1999 bis 2011 widmete er sich seinen Platten-
      bildern, um anschließend wieder Ölbilder zu malen. Die letzten wurden 2017
      erst fertig gestellt.

      Die Maltechniken und Materialien haben immer wieder gewechselt. Ob Öl,
      verdünntes Acryl, Leinwand, Aluminium, Nessel oder Kunststofffolie, teilweise
      hat er in Schichten gearbeitet, sodass z.B. die Farbe darunter durch die
      Nesselschicht darüber durchschien. Kreativ arbeitete er so häufig mit
      Überspannungen.

      Die schöne Ausstellung zeigt ein vielfältiges Lebenswerk eines Künstlers, der
      immer auf seinen Bauch hörte und nie speziell für den Kunstmarkt arbeitete.

      Zur Ausstellung ist ein begleitender Katalog erschienen.

      Laufzeit: 17. November 2017 bis 28. Januar 2018

      www.museum-kueppersmuehle.de