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      Die "House of Mystery" - Tournee 2017/18 mit Hans Klok als Gastgeber gastiert
      im Capitol Theater Düsseldorf. Regie führte Frank van Laecke.

      Die opulent inszenierte Show ist eine Mischung aus Zauberei, Artistik und Tanz.
      Monumentale Klänge schallen durch den Saal und alles wirkt irgendwie mys-
      tisch. Eine Geschichte gibt es auch. Es geht um das geheimnisvolle Zauber-
      buch des Zauberers Codoni, der keinen anderen Magier neben sich duldete. So
      lud er sie alle in sein Schloss ein, um gemeinsam neue Tricks zu entwickeln.
      Die Gäste verließen das Schloss nicht lebendig. Sein Buch mit allen Tricks
      gilt als verschollen. Hans Klok begibt sich mit den Zuschauern auf das ominöse
      Schloss und macht sich auf die erfolgreiche Suche danach.

      Ist es Illusion oder Zauberei? Man staunt jedenfalls. Klok lässt Menschen
      verschwinden, Flüssigkeiten zu Pulver werden, Ringe ineinander gleiten, Leute
      entfesseln, schweben oder in Sekundenbruchteilen sich umziehen. Er selbst
      formuliert es sehr treffend. "Sie sehen nicht was sie sehen." Ist man kein
      Mitglied im magischen Zirkel, so ist der Versuch nutzlos, die Tricks zu hinter-
      fragen. Einfach staunen, obwohl man viele schon gesehen hat und sie sich in
      ihrer Art wiederholen. Sie werden meist anders präsentiert oder kombiniert. So
      ist z.B. die fliegende Glühbirne von Blackstone jr, erfunden vor rund 100 Jahren,
      als ruhiger Moment wieder dabei. Zuschauer dürfen auch mal auf die Bühne,
      ohne selbst aus der Nähe zu verstehen, wie der Trick funktioniert. Das große
      Spektakel drumherum aus Licht, Musik, Tanz, diversen magischen Folter-
      instrumenten, vielen gelungenen Kostümen und der Choreografie macht die
      Show aus.

      Sehenswert ist das Bühnengeschehen durchaus. Moderne, verschiebbare LED-
      Wände zaubern immer wieder neue Kulissen und Stimmungen auf die Bühne.
      Hier und da entdeckt man auch neue Elemente, wie Andrea Lorenzoni als
      Laserman. Er fängt die Laser mit der Hand und wirbelt sie unglaublich herum.
      Die guten Akrobaten zwischendurch sorgen für einige Aha-Effekte. Richard
      Jecsmen & Yana Semile als Bodenakrobaten, Michaël Betrian mit seinen
      schnellen Diabolos oder Jordan McKnight als extremer Verbiegungskünstler
      haben internationale Spitzenklasse zu bieten. Für das Finale ist der Meister
      selbst zuständig. 15 Tricks in 5 Minuten.

      Vielleicht kann man den Abend als pompöses Mystery-Musical ohne Gesang
      aber mit Illusion einstufen, ein Illusical. Insgesamt lässt sich die Show mit ihrer
      inszenierten Geschichte als gut und sehenswert bezeichnen. Auf die Pause
      hätte man dramaturgisch aber verzichten können, da anschließend keine
      Steigerung mehr geboten wird und der zweite Teil gefühlt recht kurz ist.

      Datum: 26.-31. Dezember 2017 im Capitol Theater Düsseldorf, 2.-7.1.2018 in
      Essen, weitere Stationen

      www.semmel.de