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      Seit 16 Jahren veranstaltet die Stiftung für Kunst und Kultur e.V. den Kunstwett-
      bewerb "Jugend interpretiert Kunst", dieses Jahr wieder mit Evonik als
      Sponsor. Die beachtenswerte Ausstellung der teilnehmenden 20 Schulen ist zu
      bewundern im Museum Küppersmühle in Duisburg.

      Hunderte Schulen hatten sich um die Teilnahme beworben. Lediglich 20 wurden
      per Los ermittelt, ihre Arbeiten einzureichen. Sie besuchten das Museum
      Küppersmühle in museumspädagogischer Begleitung. Dabei lernten sie die
      Werke und ihre Künstler im Haus kennen. Mit diesen Erfahrungen inspiriert
      fuhren sie nach Hause, um ihre eigenen Arbeiten in Anlehnung an die großen
      Meister zu entwickeln. Eine fachkundige Jury unter Leitung von Coord von
      Mannstein vergab die drei ersten Preise, dotiert mit 5.000 EUR, 3.000 EUR
      und 1.000 EUR.

      Den 1. Preis darf das Hermann-Staudinger Gymnasium aus Erlenbach für seine
      Arbeit „ART TO GO“. Die tolle Arbeit ist eine Rauminstallation in Form eines
      Museumsshops. Kunst soll man mit nach Hause tragen und verbreiten können,
      raus aus dem Museum. Alle sehr gut gestalteten Einzelteile wurden von den
      Schülern alleine konzipiert und umgesetzt.

      Zweite Preisträger sind die SchülerInnen des Städtischen Gymnasium Ahlen.
      Die Arbeit zeigt 25 Einzelportraits der Schüler aus Acrylfarbe, die alle eine
      abschätzende und Distanz fordernde Mimik zum Betrachter hin zu wählen. Die
      einzelnen Objekte der Wandarbeit zeigen den Blick des typischen Museums-
      besuchers.

      Dritte wurde das Freie Gymnasium Regenbogen Augustusburg. Ihre Wandinstal-
      lation "18" aus alten Möbeltüren, die künstlerisch gestaltet wurden, blickt auch
      perspektivisch auf das magische Sehnsuchtsalter der Jugendlichen. Welche
      Türen werden sich wohl öffnen. Die jungen Künstler sind erst in der 8. und
      9. Klasse.

      Die anderen nicht prämierten Arbeiten können sich aber ebenfalls sehen lassen.
      Das Niveau ist ziemlich hoch, bedenkt man die Lebenserfahrung der 14 bis
      17-jährigen. Thematisiert werden gerne aktuele Spiegelbilder der Gesellschaft,
      und sensible Theman, wie z.B. integratives Miteinander, die dubiosen Herstel-
      lungsmethoden unserer Kleidung in Asien, traurige Terroranschläge, die Aus-
      beutung der Welt durch uns oder das noch junge eigene Leben mit der unge-
      wissen Zukunft. Häufig haben sie sich mit anspruchsvollen Techniken der Kunst
      praktisch beschäftigt. Die Arbeiten wirken häufig schon sehr reif und nach-
      denklich.

      Laufzeit: 8. bis 19. Februar 2017

      www.museum-kueppersmuehle.de