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      Japan ist fern und faszinierend. Seine Kunst zog schon in den 1960er Jahren
      Viktor und Marianne Langen in ihren Bann. Ihre Sammlung umfasst rund
      400 Werke. Rund 80 davon zeigt die sehr exquisite Ausstellung "Eine
      erlesene Welt" in der Langen Foundation in Neuss.

      Schon allein der Museumsbau auf der Raketenstation ist immer ein echter
      Hingucker. Gesellen sich die Arbeiten aus der japanischen Sammlung des
      Hauses hinzu, so wird aus einer Ausstellung ein großes Erlebnis. Man staunt,
      wie filigran und kunstvoll die Arbeiten erstellt wurden. Dabei wird häufig die
      japanische Zurückhaltung bei der Auswahl der Farben aufgegeben. Opulentes
      Gold ziert die Arbeiten. Stoff statt Papier als Maluntergrund taucht als
      Grundstoff und Einfassung ebenso auf. Die Rollenbilder sind wahre Schätze,
      die die japanische Kultur bild- und symbolhaft darstellen.

      Inhaltlich stehen typische Themen wie die Flora, die Fauna, religiöse Aspekte
      oder die Architektur im Mittelpunkt. Man sieht Menschen im alltäglichen
      Leben und Tiere in ihrer natürlichen Umgebung. Landschaften spielen eine
      große Rolle. Manchmal werden alle vier Jahreszeiten in einem Bild dargestellt.
      Auf die Symbolik sollte man achten. Chrysanthemen stehen z.B. für ein
      langes Leben und sind das Symbol am japanischen Kaiserhof. Man findet
      Feuerdarstellungen, Buddhas, Stiere, Tempel und kriegerische Auseinander-
      setzungen in den Darstellungen.

      Grundsätzlich kann man sagen, dass sich die japanische Kunst chinesische
      und koreanische Darstellungen als Vorbild nahm, um sie weiter zu ent-
      wickeln. So entstand grafisch eine Glück verheißende Welt für die japanische
      Gesellschaft.

      Besonders wertvoll sind ein paar kleine Behältnisse in einer Vitrine. In ihnen
      wurden Medikamente oder Tabak über dem Kimono getragen. Die gesell-
      schaftliche Rangordnung stellte die Samurais über die Bauern, die
      Handwerker und die Geschäftsleute. Zwischen 1615 und 1868 erlebte Japan
      eine relativ befriedete Zeit. Die Samurais, also die Staatsbediensteten,
      verloren ihren Reichtum und ihren Stand, während die Geschäftsleute an
      Bedeutung gewannen. So wechselten solch wertvolle Behältnisse der
      Samurais die Besitzer.

      Laufzeit: 7. April 2019 bis 25. August 2019

      www.langenfoundation.de