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      Bei bestem Frühlingswetter feierten 750.000 Menschen auf der Düsseldorfer
      Rheinpromenade den 15. Japan-Tag. Zahlreiche Cosplayer präsentierten ihre
      selber genähten Kostüme. Obwohl es dieses Jahr teilweise extrem voll war
      blieb alles ruhig und gesittet, asiatische Gelassenheit.

      Japan hat in Düsseldorf eine Tradition, die es zu feiern gilt. Zahlreiche Angebote
      drehten sich um das ferne Japan. Einige Präfekturen stellten sich vor, auch
      Fukushima. Beliebt war u. a. die Anprobe originaler Kimonos inklusive Foto.
      Japanische Karaoke durfte genauso wenig fehlen wie Manga-Zeichnen oder
      Kaligrafie. Diverse Cosplay-Artikel oder niedlich-kitschige Plüschtiere wurden
      angeboten. Japan präsentierte sich sehr vielschichtig.

      Im Mittelpunkt standen die geschätzt mehr als Tausend Cosplayer, die verklei-
      det die Promenade entlang liefen, um aufzufallen. Stundenlange Vorbereitungen
      sind nötig, um manches Outfit so perfekt hinzubekommen. Einige Verkleidungen
      waren wirklich sehr kunstvoll und aufwendig. Dabei nähen die Cosplayer ihre
      Klamotten selbst nach originalen Vorlagen aus Serien oder Animes, Bei Treffen
      wie in Düsseldorf verlassen sie für einen Tag ihr alltägliches Leben, um in den
      Charakter ihrer Lieblingsfigur zu schlüpfen. Bis hin zu den farbigen Kontaktlinsen
      muss liebevoll jedes Detail stimmen. Waffen werden mit viel Phantasie nachge-
      baut. Sie stecken viel Zeit, handwerkliches Geschick und Kreativität in ihr Outfit.
      Es darf auch nicht selten umarmt werden. Gleiche Charaktere sind vor Ort gleich
      Freunde. Hier und da gibt es allerdings auch Phantasiekostüme ohne Vorlage
      oder originale Straßenkleidung aus Japan zu bewundern. Letzteres kommt
      einem doch recht wundersam vor. Das Land hat eben seine ganz eigene Kultur.
      Der Japan-Tag in Düsseldorf zählt zu den größten Treffen dieser Art in Europa.

      Wer zwischenzeitlich mal etwas entspannen wollte, der konnte sich den offenen
      Landtag ansehen. Eigene Rundgänge oder geführte Touren stellten die Politik
      sowie die Architektur und die Kunst in den Fokus. Der Blick in den Plenarsaal
      war natürlich Pflicht. Rund ist er und fasst aktuell 237 Abgeordnete. Wer sitzt
      wo, wer ist Hinterbänkler und was sind die Besonderheiten? Wozu dient ein
      Fraktionssaal und wo residiert die Landtagspräsidentin? Das hohe Haus zeigte
      sich sehr transparent. Überraschend sehenswerte Kunstwerke zieren die Hallen,
      Flure und Außenbereiche. Uecker, Graubner, Piene, Mack, Schulze, Immendorf,
      Schumacher oder Karavan sind durchaus klangvolle Namen. Die Kunstkommis-
      sion des Landtags hat einen sehr sehenswerten Geschmack.

      Viele Ausflugsschiffe von weiter her liefen am Japan-Tag Düsseldorf an. Sie
      fuhren auf und ab. Wer dann bis spät in den Abend blieb, der konnte als
      Schlusspunkt das Höhenfeuerwerk am gegenüber liegenden Rheinufer erleben.

      Datum: 21. Mai 2016

      www.japantag-duesseldorf-nrw.de