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      Der Film „Ice Age“ ist jedem Kinogänger ein Begriff. Die Weltpremiere der
      Ausstellung „Ice Age: Dem Mammut auf der Spur – Die Ausstellung“ mit Sid,
      Manni, Diego und Scrat als Titelfiguren ist nun als wissenschaftliche Aufberei-
      tung mit Unterhaltungsfaktor interessant in Form einer Familienausstellung im
      Odysseum in Köln zu erleben. Drei Jahre Vorbereitung waren für die angeleitete
      Reise durch die Eiszeit nötig.

      Die Uni Bonn war beratend mit im Boot. So ist den Forschern zu verdanken,
      dass die Entwicklung des Klimawandels als topaktuelles Thema verständlich für
      alle Generationen sehr gut dokumentiert und erklärt ist. Wie verlief der Klima-
      wandel? Zahlreiche Exponate in vier Themenräumen auf insgesamt 1.200 qm
      verdeutlichen die lange Zeit sehr langsamer Veränderungen. Erst durch die
      Industriealisierung des Menschen beschleunigte sich die Erwärmung auf
      unnatürliche Weise. 3°C genügen, um das System zu kippen. Alles hängt in der
      Natur zusammen. Detektivarbeit ist nötig, um Veränderungen zu erkennen. So
      werden in Köln nicht nur Kinder zu Forschern an diversen Stationen. Auch die
      Eltern gehen schlauer nach Hause, um sich zu fragen, was sie für das Klima
      tun können.

      Viele Exponate wurden extra für die Ausstellung entwickelt. Ein Eistunnel mit
      teilweise echtem Eis, lebensgroße Rekonstruktionen von einem Mammut,
      einem Riesenfaultier aus Süd- und Nordamerika oder einer nordamerikanischen
      Säbelzahnkatze verdeutlichen die Veränderungen der Natur. Wollhaarmammuts
      sind vor 10.000 Jahren ausgestorben, kleinere Mammuts erst vor 4.000 Jahren
      auf einer kleinen Insel. Damals gab es weit mehr Pflanzen- als Fleischfresser.
      Verläuft die Entwicklung langsam, so kann sich die Natur darauf einstellen und
      sich anpassen. Bei dem aktuellen Tempo ist das nicht mehr möglich. Mehr
      Menschen stoßen auch persönlich immer mehr Kohlendioxid aus, 36 Mrd.
      Tonnen pro Jahr weltweit. Das Ende der Menschheit also absehbar. Eine Million
      Jahre braucht die Natur dann wieder zur Erholung.

      Neben den toll gelungenen lebensgroßen Rekonstruktionen entdeckt man
      Fossilien aus deutschen Kiesgruben, die mindestens 10.000 Jahre alt sind. An
      Schädeln vom Höhlenbär und vom Braunbär lassen sich Veränderungen ablesen.
      Es gibt wissenschaftliche Erkenntnisse aus Pollenanalysen und daraus resul-
      tierenden Feuchtigkeitsspektren, einen anschaulichen Block aus Permafrost-
      boden und das Thema Höhlenmalereien. Eisbohrkerne sind ein 400.000 Jahre
      altes Archiv des Klimas, mit Einschlüssen von Pollen, verschiedene Sauer-
      stoffisotopen, Brüchen, Insekten, Asche oder Fossilien. Ein besonderes Thema
      ist eine Teergrube in Kalifornien. Unzählige Tierskelette findet man hier, elendig
      verendet, aber gut erhalten.

      Es ist keine Filmausstellung. Die tierischen Charaktere und die wissenschaft-
      lichen Informationen regen dazu an, sich mit dem Klimawandel stärker zu
      beschäftigen. Was können wir tun?

      Laufzeit: 2. Juni bis 5. November 2017

      iceage-demmammutaufderspur.de