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      Zum zehnten Mal wird der Wilhelm-Lehmbruck-Preis verliehen. Dieses Mal geht
      der mit 10.000 Euro dotierte Preis an Rebecca Horn (geb. 1944 in Michelstadt).
      Ihr zu Ehren zeigt das Lehmbruck Museum in Duisburg eine sehr schöne
      Ausstellung mit dem Titel "Rebecca Horn. Hauchkörper als Lebenszyklus". Zu
      sehen ist eine Retrospektive, ergänzt durch neue Werke aus diesem Jahr.

      Ihre Werke haben schon etwas Surreales. Oftmals sind es Maschinenwesen.
      Die können Menschen oder Tiere symbolisieren. Der "Schlangenkadaver" mit
      seinem Quecksilberrinnsal ist so ein Werk, das man gerne länger betrachtet.
      Im selben Raum befinden die Straußeneier von 1995. Sehr fragil in der Struktur,
      kommen ihnen die spitzen Metallstangen ihnen sehr nahe, berühren sie aller-
      dings nicht. Hier spielen zudem Pendelbewegungen eine wichtige Rolle. Typisch
      ist auch die Spirale als Symbol für Geschlossenheit und Ruhe. Der Nautilus als
      Liebesfrucht soll das Umschlungensein in unendlicher Liebe zeigen. Der
      mahnende Dialog der Hämmer stammt aus Münster. Dort wurden sie in einem
      Raum präsentiert, in dem die Nazis Hinrichtungen vollzogen haben. Die
      "Pfauenmaschine" von 1982 ist eine spannende Mischung aus Maschine und
      Tier.

      Durch ihren Schlaganfall und die Folgen bekam ihre Kreativität einen neuen
      Schub. Die Schuhe mit je einem Speer kommen nicht vom Fleck. Ihre Hauch-
      körper aus Messing bewegen sich ganz langsam und sanft. Deuten kann man
      sie ganz persönlich. Manche sehen in ihnen Lanzen in Friedenszeiten oder das
      Streben nach Ordnung in Gemeinschaft. Sie bewegen sich wie Schilf im Wind.
      Interessant ist ebenso ihr "Ast zentriert im Sonnengeflecht". Die sehr gute
      Ausstellung lädt den Betrachter zum Entschleunigen ein.

      Laufzeit: 24. November 2017 bis 2. April 2018

      www.lehmbruckmuseum.de