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      Einfach mal die Flügel schwingen und ab nach Lappland, das ist der Traum von
      „Nils Holgersson“ und Martin Gänserich. Doch da gibt es Hindernisse zu über-
      winden. Das Stück von Selma Lagerlöf wurde sehr liebevoll und niedlich von
      Jean Renshaw und Simone Kranz für das Theater Oberhausen bearbeitet.

      Zu Tieren sollte man nicht böse sein, das lernt Nils recht bald. Aus Langeweile
      hatte er seine Aggressionen an ihnen ausgelassen, auch an Martin Gänserich
      und den Kühen auf der Weide. Das Wichtelmännchen in der Schachtel machte
      seinem Treiben ein Ende. Es verzauberte ihn in einen Winzling, der Martin
      Gänserich plötzlich riesig groß vor sich hat. Aber auch der hat als Hausgans ein
      Problem. Er hat das Schlachtgewicht erreicht und muss weg. So machen sich
      Nils und Martin gemeinsam auf die luftige Reise nach Norden. Lappland heißt
      das Ziel. Mit den Wildgänsen mit zu fliegen ist aber schwierig. Die akzeptieren
      keine Hausgänse und Menschen schon gar nicht. Alleine ist es aber zu
      gefährlich, erst recht ohne Hafermilch, an die die eine Hausgans gewöhnt ist.
      So geht es auch beinahe schief. Der coole Fuchs hat sich eine List überlegt,
      rührt die Pfeffermühle und wetzt schon Messer und Gabel, doch Nils wird zum
      Helden und rettet sich und seine neue Freundin Yksi, eine junge Wildgans.
      Susanne Burkhard, Peter Waros, Klaus Zwick und Lotti Kettling spielen ganz
      wunderbar die verschiedenen Rollen, alles sehr kindgerecht und richtig süß. Die
      Kurzen ab fünf Jahren verstehen dabei sehr genau, dass der Fuchs keine Pizza
      oder Nudeln essen möchte.

      Szenisch ist die Bühne sehr gut gelungen, eine grüne Spielwiese mit abwech-
      selnd Sonne, Mond, Wolken, Seen, Wiesen einer Kuh vor einem Haus oder
      Sternen. Die Klettwand mit einfachen Motiven ist eine tolle Idee. Auch die
      Kostüme und die Puppen sind sehr gelungen. Die Gänsehälse wackeln auf
      umgelegten Schwimmreifen und der Wolf (Klaus Zwick) ist nicht nur ultracool,
      er würde auch Udo Lindenberg gefallen. Gesungen wird natürlich ebenfalls.

      Alles in allem ist „Nils Holgersson“ ein großes Vergnügen für die Kurzen und
      auch die Eltern und Großeltern haben oft die Gelegenheit zum Schmunzeln.
      Man war ja schließlich auch mal klein.

      Datum: 18. Dezember 2016 (Premiere)

      www.theater-oberhausen.de