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      Mit „Hannah Höch: Revolutionärin der Kunst“ stellt das Kunstmuseum Mülheim
      an der Ruhr eine Künstlerin vor, die bedeutsam für die Klassische Moderne war.
      Rund 100 Werke aus all ihrem Schaffen sind zu sehen, eine schöne Ausstel-
      lung.

      Hannah Höch (1889 – 1978) war eine der Künstler, die die Collage als Kunstform
      kreierten und sie gleichbedeutend der Malerei setzten. Sie hatte einen Hang
      zum Dadaismus, wollte bürgerliche Kunstformen torpedieren und mit Unsinn
      gegen den Wahnsinn ankämpfen. Ihre Collagen wurden immer abstrakter.
      Während der NS-Zeit zog sie sich in ein altes Bahnwärterhäuschen in Berlin
      zurück. Sie galt als entartet und musste ihren Stil umstellen, belebte ihren
      collagierten Stil nach 1945 aber wieder. Zu sehen sind ebenfalls Malerei oder
      Grafiken. Inspiration holte sie sich gerne aus Stoffen, Dekoren und Fotografien.
      Als Mitarbeiterin des Ullstein Verlag hatte sie Zugriff auf ein großes Konvolut von
      Fotos.

      Die Palette der Themen hatte verschiedene Schwerpunkte. Sie behandelte die
      Rollenbilder von Frauen künstlerisch vielfach. Auch das Thema Garten liebte sie,
      schließlich ernährte sie sich in ihrem Bahnwärterhäuschen von ihrem kleinen
      Nutzgarten. Sie blickte fasziniert auf kosmische Abenteuer, liebte Motive wie
      Erde, Mond und Astronauten. Der leidende Mensch und surreale Dinge sind zu
      erkennen. Eine biografische Wand lässt ihr recht bescheidenes Leben Revue
      passieren.

      Ein schönes Katalogbuch ist in der Edition Braus erschienen und im Museum
      erhältlich.

      Laufzeit: 11. September 2016 bis 8. Januar 2017

      www.muelheim-ruhr.de