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      Mit über 60 Tänzerinnen und Tänzern kann das Hamburger Staatsballett eine
      imposante Kompanie vorweisen. Ballettdirektor und Chefchoreograf des
      Hamburg Balletts ist seit 1973 John Neumeier, der mit seinen fast 80 Jahren
      sehr darum bemüht ist, seine zahlreichen Choreografien weiter aufführen zu
      lassen. Klassiker, wie "Die Kameliendame", ein Ballett von 1978, stehen
      gerne auf dem Spielplan und der Saal ist nicht nur voll, sondern auch
      begeistert.

      Kann ein Ballett von 1978 tatsächlich noch zeitgemäß sein? Ja, und wie! Die
      Zeitlosigkeit dieser Choreografie ist frappierend, dabei ist es klassischer
      als klassisch. Es ist enorm ausdrucksstark und die Kostüme sind eine wahre
      Pracht. Die tänzerischen Qualitäten sind, wie man es erwartet. Hervor-
      ragende Tänzerinnen und Tänzer, teilweise bis zu 40 gleichzeitig, bieten
      perfektes Ballett voller Emotionen, Leichtigkeit, außergewöhnlicher
      Kreativität und auch einer Prise Humor. Wer es in diese Kompanie schafft,
      der muss besondere Talente haben. Jeder Akt wird jeweils mit einer starken
      Schlussszene beendet. Dabei nutzen die Akteure die große Bühne geschickt
      aus und geben ihr einen lebendigen Raum mit Tiefe. Die in der Regel redu-
      zierte Bühnenausstattung versetzt das Stück rund hundert Jahre zurück, so
      um 1900. Die Korbmöbel könnten als eleganten Kurorten dieser Zeit stammen.
      Teilweise ist sogar ein stilecht gekleideter Pianist auf der Bühne. Das
      schöne Licht betont die einzelnen Szenen sehr gekonnt. Insgesamt ist
      "Die Kameliendame" ein außerordentlich gelungenes Ballett. Ein schöner
      Abend in der Hamburger Staatsoper ist garantiert. Bereits über 230 mal stand
      dieses Ballett in Hamburg auf dem Programm, seit Mai 2018 aber mit einer
      ganz neuen Besetzung.

      Die Hamburgische Staatsoper ist ein Haus mit Tradition. Ihre Ursprünge sind
      über 300 Jahre alt. Der Bühnenteil stammt noch aus der Zeit vor dem Zweiten
      Weltkrieg. Zerstört wurde nur der vordere Teil, der schon 1955 mit 1690
      Plätzen wiedereröffnet wurde. Auf allen Etagen glänzt der Charme der 50er-
      Jahre, mit stilvoll modernisierten Details. Architektonisch ist das Haus sehr
      interessant. Die Pause lässt sich perfekt ganz oben auf der Dachterrasse
      genießen.

      Datum: 12. Mai 2018, Hamburgische Staatsoper

      www.hamburgballett.de



     
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