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      Gotthard, die erfolgreichste Schweizer Rockband, gastierte mit ihrer
      "unplugged & defrosted tour 2018" in der gut gefüllten Zeche Bochum. Gut
      und unterhaltsam präsentierten sie zahlreiche Hits aus gut 25 Jahren
      Bandgeschichte.

      Zunächst jedoch heizte Mr. Big-Sänger Eric Martin als Special Guest das
      Publikum ein. Seinen Superhit "Wild world" kannte jeder. Es fanden sich
      sogar einige Fans nur für ihn im Saal ein.

      Im Anschluss war die Bühne für gut zwei Stunden für Gotthard reserviert, vor
      einem Matterhorn als Bühnenbild. Der Berg Gotthard ist offenbar nicht
      markant genug. Die Schweizer sind wahre Rockhelden in ihrer Heimat. Vor
      rund 20 Jahren spielten sie ihre "defrosted tour" schon einmal am selben Ort,
      damals noch mit Sänger Steve Lee. Seit einem Tod 2010 ist Nic Maeder seit
      sieben Jahren der Frontmann. Dazu später noch ein paar Worte. Zusam-       men mit Leo Leoni, Marc Lynn, Hena Habegger und Freddy Scherer
      präsentierten sie professionell ihr Programm.

      Musikalisch gab es bei Hits wie "Stay with me", "Anytime, Anywhere",
      "Feel what I feel", "Starlight", "Remember it's me", "One Life, One Soul",
      "Mountain Mama", "Hush", "Tequila Symphony", "Why", "C'est la vie",
      "Tell me" oder "Sweet Little Rock'nRoller" eigentlich nichts zu meckern.
      25 Jahre Bühnenerfahrung! Der Höhepunkt war ihr Hit "Heaven", eine
      wunderschöne Ballade. Die Balladen sind sowieso ihre Stärke. Ansonsten
      vermischen sich in ihrer Musik Rock-, Blues- und ab und zu Folkelemente.
      Ein Hauch von Deep Purple schwingt auch gerne mit. So richtig sprang der
      Funke allerdings nicht über, was evtl. gute Gründe hat.

      Nun noch ein paar Worte zu den Zwischenzeilen des ansonsten guten
      Konzerts. Schon vor Beginn diskutieren einige Fans darüber, dass Gitarrist
      Leo Leoni seit Kurzem mit einer neu gegründeten Band namens "CoreLeoni"
      unterwegs ist. In deren Programm sollen auch alte Hits von Gotthard sein.
      Gotthard stünde am Scheideweg, hieß es bei den Kennern der Band. Der
      Grund ist offenbar, dass Leo Leoni mit Sänger Nic Maeder nicht mehr ein-
      verstanden sein soll. Steve Lee oder auch der Sänger von "CoreLeoni" hatten
      oder haben merklich mehr Stimmvolumen. Auffällig war, dass Leo Leoni kein
      einziges Solo spielte, für einen Gitarristen ungewöhnlich. Es saß recht teil-
      nahmslos am Rand, spielte seine Noten und ließ bei passender Gelegenheit
      gerne mal eine verbale Spitze in Richtung des Frontmanns ab, humorvoll
      getarnt. Am Ende wurden die Differenzen in der Band allerdings deutlicher.
      Bei der Bandvorstellung bezeichnete Leoni Maeder herablassend und völlig
      daneben als "Motherfucker". Zum gemeinsamen Verbeugen am Ende musste
      Leoni sogar überredet werden, als wäre er nur ein Gast in dieser Band. Die
      letzten Momente des Abends wirkten recht frostig.

      Datum 18. März 2018, Zeche Bochum

      gotthard.com