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      Mit der sehr schönen und liebevoll dargebotenen Varieté-Show „La Luna“ geht
      das GOP Theater in den Winter. Tolle Akrobatik mischt sich mit historischer
      Zirkusluft, wunderbarer Live-Musik und jeder Menge skurril erfrischender
      Kreativität.

      „La Luna“ ist der Name des Zirkus, um den sich alles dreht. Zunächst werden
      die Charaktere der Mitwirkenden hinter dem Zelt ausführlich vorgestellt. Der auto-
      ritäre Direktor hat es mit einem ziemlich wilden Haufen zu tun, der häufig alles
      Mögliche im Kopf hat, nur keine Disziplin. Sie sprühen vor Ideen, die künstler-
      isch nicht von der Stange sind. Die Hula-Nummer überrascht mit so noch nie
      gesehenen Brüchen üblicher Darstellungen, total schräg und klasse. Das gilt
      eigentlich für das gesamte Programm. Feiner und skurriler Slapstick wechselt
      mit akrobatischer Körperbeherrschung. Man kombiniert artistisch Hula-Reifen
      mit einem Spazierstock oder einer Keulenjonglage. Tolle Ideen! Clowenesque
      folgt auf Tollpatschigkeit. Die Kreativität kennt keine Grenzen. Später wird die
      Zirkusvorstellung in der Manege auf der Bühne dargeboten. Die Paardarbiet-
      ungen zeigen viel Humor und erfordern jede Menge Kraftanstrengung. Das Hoch-
      seil paart guten Humor mit artistischer Klasse. Andere Nummern wirken roman-
      tisch, wie bei Carmen, oder Elfen ähnlich. Natürlich wird es auch mal Nacht und
      der Mond verzaubert magisch den Theatersaal, während der Wolf heult. Gerne
      wird auch das Publikum mit eingebunden.

      Musikalisch ist die Show richtig gut. Gabriel Levasseur spielt Akkordeon und hat
      die Musik extra für diese Show geschrieben. Plötzlich erinnerten sich die Artis-
      ten, dass auch sie mal ein Instrument erlernt haben. Sie übten und übten. So
      erwuchs aus dem Ensemble ungeplant eine richtig gute Combo mit Saxophon,
      Trommel, Gitarre, Flöte oder Gesang. Die optische Form von historischem
      Zirkus- oder Varieté-Ambiente wird so noch positiv verstärkt. Zwei, drei gut
      ausgewählte Musikstücke kommen als Auflockerung vom Band.

      Alle Artisten kannten die Bühne schon als Kind, stammen aus großen Artisten-
      dynastien und haben schon früh die Welt bereist. Sie führen die Tradition fort.
      Das verkörpern auch sehr schön die Kostüme. Alte Pumphosen oder andere
      historisch wirkende Kostüme nehmen die Historie des Zirkus und des Varietés
      auf. Man fühlt sich zurückversetzt in Zeiten ohne Bombast und große Show-
      effekte. Die Darbietungen und die Persönlichkeiten der Artisten stehen im
      Mittelpunkt. Da gilt auch für die wirklichen tatsächlichen Charaktere der Akteure.
      Sie verkörpern ihre Rollen regelrecht, müssen sich kaum verstellen, ein positiv
      wilder Haufen. Es ist ein klasse harmonierendes Ensemble, das sogar ein
      eigenes Kleinkind und den leibhaftigen Dackel „Piza“ mit auf die Bühne bringt.
      Alle haben sichtbar Spaß an ihren sehr humorvollen Auftritten, die sie höchst
      professionell und gekonnt darbieten. Eine richtig tolle und besondere Varieté-
      Show!

      Laufzeit: 2. November bis 31. Dezember 2016

      www.variete.de