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      Mit einer extrem sehenswerten Show im Frühling unterhält das GOP Varieté
      Theater in Essen seine Gäste. „Kawumm“ lautet der Titel der wirklich exzel-
      lenten Show. Regie führten Markus Pabst und Pierre Cesar.

      Schon die Regisseure versprechen beste Unterhaltung. Ihre Inszenierungen
      stehen für ungewöhnliche Momente am Puls der Zeit. Das trifft auf diese Show
      mehr als zu. Der Zuschauer wird in immer neue Phantasiewelten entführt, in die
      sich der sonst so brave Buchhalter Mutzmann träumt. Jede Ziffer, die er ver-
      bucht, steht für eine bestimmte Stimmung. So gerät der trockene Bürojob zu
      einer Phantasiewelt, die wahrscheinlich nur diese beiden Regisseure so auf die
      Bühne bringen können. Das Beste ist obendrein, Markus Pabst übernimmt
      selber die Rolle des Mutzmann, und das sehr überzeugend. Es ist schön, auch
      ihn mal auf der Bühne zu erleben.

      Alle Künstler auf der Bühne agieren sehr gekonnt und sehenswert, oft auch
      zusammen als Gruppe. Akrobatisch ist das mit das Beste, was man in einem
      Varieté bieten kann, internationale Klasse. Hinzu kommt ihre Musikalität.
      Neben dem sympathischen Paradiesvogel Jack Woodhead am Klavier werden
      Instrumente wie ein Saxophon, eine Gitarre oder eine Geige live gespielt. Mit
      dem Chinesen Ye Fei ist sogar ein ausgebildeter Tenor da, der seine Stimme
      eindrucksvoll erklingen lässt. Live gesungen wird des öfteren, auch eigens für die
      Show komponierte Lieder. Es kann richtig urban und fett, aber auch wunderbar
      poetisch und traumwandlerisch klingen. Das Klangspektrum ist sehr weit und
      sehr gut zusammengestellt.

      Die Show ist unheimlich verspielt und teilweise auch tiefsinnig. Wenn Markus
      Pabst als Priester verkleidet für Toleranz und Offenheit wirbt, sollte man jedem
      wohl formulierten Wort lauschen. Der Humor kommt trotzdem nie zu kurz. Die
      Nummern wirken niemals albern. Es variiert zwischen feiner Comedy und
      gekonntem Slapstick. Auch die Übergänge sind toll gestaltet, dank der vielen
      Fähigkeiten der exzellenten Künstler. Dabei spielen die Collins Brothers eine
      nicht unbedeutende Rolle. Gleiches gilt für das Licht und das schöne
      Bühnenbild.

      Eigentlich lässt sich diese Show kaum in Worte fassen, so ungewöhnlich,
      facettenreich, kreativ und klasse ist sie. Man sollte sie einfach unbedingt live
      genießen und sich einen schönen Abend machen.

      Laufzeit: 18. Mai bis 9. Juli 2017

      www.variete.de