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      Mit „Die große Coperlin Show“ startet das GOP Varieté Theater Essen wirklich
      wundervoll ins neue Jahr, einen Großangriff auf die Lachmuskeln. Glitter,
      Glamour und Comedy lautet der gelungene Untertitel. Es ist eine große Show
      mit hohem Unterhaltungsfaktor, viel gutem Humor, herrlich ironischen Momenten
      und klasse Künstlern. Regie führte Detlef Winterberg.

      Der rote Faden ist ein Rückgriff auf 1960er-Jahre und noch früher, als das
      Varieté seine goldenen Zeiten erlebte. Es ist der Retro-Blick auf eine Zeit, als
      Las Vegas das Mekka der Unterhaltung war und zahlreiche Künstler weltweit
      dieses gewisse Flair auf der Bühne präsentierten. Showgirls in glitzernden
      Kostüme und eine ebenso passende goldene Showtreppe wirken eigentlich
      antiquiert, doch in dieser Show ganz frisch und niemals langweilig, sondern
      humorvoll-ironisch und als Würdigung der damals großen Künstler.

      Verantwortlich dafür zeichnet der Schweizer Dustin Nicolodi. Der Ausgang
      seiner Karten-, Tuch- oder sonstigen Tricks ist oft vorhersehbar, aber wunderbar
      ironisch präsentiert. Sie funktionieren immer noch gut und kommen an. Er prä-
      sentiert sie auf seine unnachahmliche Art und Weise, kein billiger Klamauk und
      auch nie unter der Gürtellinie. Als Spross einer legendären Zirkusfamilie versteht
      er sein humoristisches Handwerk perfekt. Er gibt sich italo-amerikanisch char-
      mant und ist mimisch große klasse. Überraschungen hat er einige dabei, wie
      z.B. seinen Samurai-Kamm oder seine sexy Parodie auf Men-Strip. „Das sieht
      nicht einfach aus, es ist auch schwer“, lautet sein Motto. Die Lachmuskeln
      werden durch seinen klasse Humor regelmäßig arg strapaziert.

      Als weiteres überleitendes Element bewegen sich mehrere Showgirls choreo-
      grafiert über die Bühne, mal als Vamp oder im Stil der 1920er-Jahre mit kecker
      Feder im Haar. Alexandra Kovalyova hat bereits im Moulin Rouge getanzt. Ein
      absolutes Highlight der Show ist auf jeden Fall Marcel Peneux als sehr guter
      Steptänzer Entertainer. Er lebt den Tanz mit jeder Faser und ist mehrfacher
      Weltmeister in seiner Disziplin. Herrlich chaotisch und doch perfekt in der Dar-
      bietung ist die Tellerdreh-Nummer von David Burlet aus Frankreich. Während die
      Zuschauer zittern, dass auch ja alle Teller oben bleiben, stimmen sein Timing
      und der Slapstick. Parallel jongliert er auch noch mit diversen Dingen.

      Die Akrobatik kommt natürlich nicht zu kurz. Sheila Nicolodi, die Schwester von
      Dustin, zeigt eine sehr gute und kreative Dance Pole-Nummer und das Duo
      Liazeed aus Kuba präsentiert großartige Kraftakrobatik. Bei Emma Phillips aus
      Neuseeland werden die Füße zu Händen, so sicher jongliert sie mit einem Tisch.
      Auch im Luftring ist sie vorne dabei. Den hochklassigen Schlusspunkt an den
      Strapaten setzt Dmitry Deyneko aus der Ukraine. Elegant bewegt er seine
      Muskeln spielend leicht und gekonnt.

      Dieses wunderbar unterhaltendes Retro-Varieté mit modernen Elementen ist
      einfach klasse.

      Laufzeit: 5. Januar bis 5. März 2017

      www.variete.de