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      Die Bauarbeiten der Sanierung am Gasometer Oberhausen haben begonnen.
      Zum Start reiste Ina Scharrenbach, Ministerin für Heimat, Kommunales, Bau
      und Gleichstellung des Landes Nordrhein-Westfalen an. Die Kosten sind mit
      netto 14,5 Mio. Euro kalkuliert.

      In Begleitung des Oberhausener Oberbürgermeisters Daniel Schranz,
      Gasometer-Geschäftsführerin Jeanette Schmitz, sowie den verantwortlichen
      Architekten Harald Lindner und David Auerbach von Lindner Lohse
      Architekten machte sich die Ministerin ein Bild von den ersten Arbeiten.
      Zunächst wurden die vermauerten Fundamente von 1929 freigelegt. Sie sind
      rund drei Meter tief und werden später mit Beton ummantelt. Sechs Wochen
      plant man dafür insgesamt ein.

      Die Ausschreibungen für den Stahlbau, den Korrosionsschutz und das
      Gerüst sind mittlerweile öffentlich. Erste Reaktionen der interessierten
      Firmen zeigen, dass es sich um eine nicht alltägliche Baustelle handelt. Ein
      Höhentauglichkeitsschein ist u. a. erforderlich. Man hat auch bereits die
      vorhandenen acht Farbschichten auf ihre Pigmente hin analysiert. Alle
      werden mittels winziger Feststoffe bei 900 km/h abgetragen, um anschließ-
      end vier neue aufzutragen. Bei der neuen Farbe ist man sich noch nicht ganz
      einig. Der Denkmalschutz bevorzugt einen etwas dunkleren Farbton als
      momentan. Dieser würde die Temperatur innen allerdings im Sommer noch
      weiter ansteigen, die "Tonne" zur Sauna werden lassen. Man wird sich schon
      vernünftig einigen. Die neue Beschichtung soll jedenfalls 30 Jahre halten.

      Ende Oktober erst ist am Gasometer Oberhausen die enorm erfolgreiche
      Ausstellung "Der Berg ruft" mit rund 890 000 Besuchern zu Ende gegangen.
      In Europas höchster Ausstellungshalle finden gerade die letzten Abbau-
      arbeiten statt. Die Reste der Matterhorn-Skulptur im Oberraum hängen
      derzeit rund 30 Meter über der Besucherebene. Industriekletterer schweißen
      sie gut gesichert auseinander. Die Außenhülle aus Stoff wird entsorgt. So
      schnell verschwinden heutzutage ganze Berge.

      Im März 2021 darf man sich dann auf die neue Ausstellung freuen.

      Datum: 7. November 2019

      www.gasometer.de