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      Der Gasometer Oberhausen präsentiert 2016 in seiner Ausstellung "Wunder der
      Natur" die Schönheit der Tier- und Pflanzenwelt, kuratiert von Prof. Peter
      Pachnicke. Die höchste Ausstellungshalle Europas knüpft damit an vergangene
      Schauen wie "Sternstunden" und "Magische Orte" an. Projektpartner ist wieder
      das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR).

      Wie genial und intelligent, bis ins kleinste Detail, Tiere und Pflanzen sein
      können, das soll diese Ausstellung vorrangig vermitteln. 150 Ansichten aus der
      Natur, also Tiere, Pflanzen und Landschaften werden großformatig auf den
      beiden unteren Ebenen zu erleben sein. Dabei ist das Teleobjektiv oft ganz
      nahe dabei. Der letzte Angstschrei der Maus in den Fängen der Eule oder die
      Jagd eines großen Adlers in der Luft sind klasse eingefangen. Wie verhält sich
      ein Fischschwarm, wenn er von kooperierenden Räubern bedroht wird? Wie
      faszinierend ist die Blüte des Affenbrotbaums? Tausende Fotos wurden
      gesichtet. Menschliche Augen werden viele tierische treffen und ebenso die
      Feinheiten der Flora erleben. Auch mikroskopische Winzigkeiten, z.B. die
      Atmung eines Blattes oder seine gar nicht glatte Oberfläche, werden die
      Besucher staunen lassen.

      Die Fotos erzählen Geschichten. Themen wie Fortpflanzung oder Geburt spielen
      dabei ebenso eine Rolle wie die Schwarmintelligenz großer Tierwanderungen.
      Dazu findet man zu jedem Foto immer eine oder zwei Eigenschaften, die das
      Tier oder die Pflanze ganz besonders machen. Der Besucher wird mit Fach-
      wissen allerdings nicht wissenschaftlich überfrachtet. Hinzu kommen 23 große,
      flach liegende Bildschirme, auf denen großartige Naturfilme zu sehen sind, die
      die jeweiligen Fotos inhaltlich unterstützen. Der Gast tritt visuell häufig in fremde
      und faszinierende Welten ein. Auf der unteren Ebene kann man in der Mitte eine
      Animation von Lennart Nilsson mit Fotos von Embryonen erleben, die einzige
      menschliche Darstellung der Ausstellung.

      Eine technische Herausforderung befindet sich im Oberraum des Gasometers
      Unser Heimatplanet Erde schwebt 11 m über der Manege mit einem Durch-
      messer von 20 m. Die 1.300 qm Stoff aus 44 einzelnen Bahnen und den tech-
      nischen Ergänzungen wiegen ca. 280 kg. Leichte Bewegungen durch Wind
      werden durch 52 Fotosensoren korrigiert. Die Erde wird von 12 Projektoren der
      neusten Generation mit Satellitenbildern, Tag- und Nachtsichten, Jahreszeiten,
      visueller Erdbewegung und weltweiten Wolkenbewegungen angestrahlt, alles im
      15-Minuten-Rhythmus. Das DLR montierte dabei Daten verschiedener Satelliten
      zusammen. Nicht nur von unten oder auf dem Kranz fühlt man sich dabei wie
      ein Astronaut, im Aufzug ist der Effekt besonders deutlich. Für die passende
      Musikbegleitung songt ein Stück aus dem Apollo-Projekt von Brian Eno.

      Nehmen wir tatsächlich die globale Herausforderung an, unseren Heimatplaneten
      zu schützen? Diese Ausstellung wird viele Besucher sicher für all die verborge-
      nen Schönheiten sensibilisieren. Im Rahmenprogramm sind u. a. Veranstal-
      tungen mit dem NABU geplant.

      Laufzeit: 11. März bis 30. Dezember 2016 (Verlängerung nicht ausgeschlossen)

      www.gasometer.de