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      Berge sind Sehnsuchtsorte. Nun widmet sich der Gasometer Oberhausen genau
      diesem Thema. "Der Berg ruft" heißt Ausstellung, die am März 2018 in der
      immer wieder beeindruckenden Tonne zu sehen sein wird. Wissenschaft trifft
      auf Kunst.

      Die Faszination der Berge beruht auf vielen Aspekten. Sie wurden durch Erd-
      verschiebungen in Millionen von Jahren zu Gebirgen aufgetürmt, um anschließ-
      end wieder langsam zu zerbröseln. So entstanden großartige Naturräume mit
      einer bizarren Schönheit. Erstbesteigungen, Mythen und Dramen kursieren,
      wenn man an die bekannten Gipfel der Erde denkt. Unzählige Bergsteiger haben
      im Gebirge ihr Leben gelassen. Der Tod ist bei gewagten Expeditionen immer
      ein treuer Gefährte. Fundstücke tragischer Abstürze sollen in Oberhausen Teil
      der Ausstellung werden.

      Heute hört man oft von Massen von Bergsteigern, selbst auf dem Mount Everest.
      Staus vor dem Gipfel sind keine Seltenheit. Hinzu kommt das Müllproblem der
      Berge. Auch das soll anschaulich dargestellt werden. Als drittes Thema werden
      die heiligen Berge vorgestellt, die großen Naturvölkern als Orientierung dienen.
      Wie leben diese Völker? Gletscher, Wetterphänomene, wandernde Kontinente,
      Gelehrte wie Alexander von Humboldt oder das Überleben der Tiere in kargen
      Gebieten sind weitere wichtige Themen. Wie hat das Wasser die heutigen
      Gebirge geformt? Bergsteiger werden auch vorkommen, allerdings liegt der
      Fokus weniger auf den bekannten Namen, eher auf den relativ namenlosen
      Alltagskletterern.

      Zu den ungefähr 150 großformatigen Fotos, 30 Filmbeträgen und diversen
      weiteren Exponaten kommt eine 6 x 8 m große Bodenskulptur des Himalaya,
      die die Besucher zum betrachtenden Satelliten aus 600 bis 800 m Höhe macht.
      Zu sehen sein werden Erdbeobachtungsinstrumente von damals und heute.

      Als Attraktion im Oberraum des Gasometers schwebt das formschöne
      Matterhorn, 30 x 42 m groß und 18 m hoch. Es wurde vor 153 Jahren erstmals
      bestiegen. Auf dem Kopf hängend wird es im darunter befindlichen Spiegel als
      Aufsicht mit großer Tiefe zu sehen sein. Das DLR ist dabei wieder mit an Bord.

      Mittels verschiedener Kammern, ein paar Gestängen, Unter- und Überdrücken,
      soll die Form des Matterhorns entstehen. 17 Projektoren sorgen optisch für
      einen Wechsel der Jahreszeiten sowie Tag und Nacht. Das DLR hat das
      Matterhorn mit 25.000 km/h schnellen Satelliten von allen Seiten vermessen und
      so ein digitales Bild des Berges erstellt. Per Flugzeug wurden die Daten noch
      verfeinert. Eine musikalische Begleitatmosphäre ist geplant.

      Die 1,2 Mio. teure Ausstellung verspricht wieder spannende Eindrücke. Die
      aktuelle Schau "Wunder der Erde" zählte bisher 1,17 Mio. Besucher. Sie läuft
      noch bis Ende November.

      Laufzeit: ab 16. März 2018

      www.gasometer.de