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      Freddie Mercury ist ein musikalischer und menschlicher Mythos, der viel zu
      früh verstorben ist. Mit "Being Freddie Mercury" präsentiert Kai Bettermann
      am Schauspiel Duisburg eine nachdenkliche, leise und gelungene Hommage
      an einen der größten Rockmusiker der Geschichte. Begleitet wird er dabei
      von Ursula Wawroschek wunderbar am Klavier und am Cello. Regie führte
      Veronika Maruhn.

      Wer war Freddie Mercury? Sein musikalisches werk als Sänger von Queen
      ist überwiegend bekannt. Ansonsten weiß man von ihm, dass er an Aids
      gestorben ist und einen Schnauzbart trug. Seine sehr extrovertierte Art war
      unübersehbar. Kai Bettermann schaut hinter die Fassade, in seine Biografie,
      und versucht Zusammenhänge zwischen den Songs und den Lebenserfahr-
      ungen herzustellen. Er seziert die Texte und versucht ihren biografischen
      Ursprung zu ergründen. Dabei bleibt er selbst und versucht erst gar nicht,
      Freddie zu imitieren.

      Auf Sansibar wurde er 1946 in eine recht wohlhabende Familie geboren. Er
      hat persische Wurzeln und wuchs später in einem Internat in Bombay auf.
      Sport war seine Leidenschaft, Tennis, Boxen und Rad fahren. "Bicycle race"
       könnte hier seinen Ursprung haben. In "Bohemian rhapsody" sind u. a.
      arabische Zeilen eingebaut. Welche Muse hat ihn da wohl geküsst. Man riet
      ihm damals sogar ab, dieses Musikkunstwerk zu veröffentlichen. Männer
      und Frauen liebten ihn zugleich, den "Good old fashioned lover boy". In
      München lebte er mit Barbara Valentin zusammen, gerne auch von Drogen
      berauscht. Auf der Bühne stand er vor 10.000 Menschen und lieferte eine
      große Show ab. In "The great pretender" verarbeitete er diese Gefühle.

      Ständig war er aber auch der Suche nach Geborgenheit, was in "Somebody
      to love" zur Geltung kommt. In seiner Kindheit war es ihm wahrscheinlich nie
      langweilig. Zu hause gab es eine Nanny, die ständig Programm anbot.
      Später hetzte er rastlos durch sein kurzes Musikerleben. Privat gab es eben-
      falls kaum Ruhe. Kaum hatte er etwas Muße, feierte er große Partys auf
      Ibiza. "Who wants to live forever" war der erwartete und passende Schluss-
      punkt eines Stücks, das sehr sensibel einen Menschen betrachtet, der im
      Licht der Weltöffentlichkeit agierte. Man weiß aber, außer seinen Hits mit
      Queen, relativ wenig über sein Leben abseits der Bühne. Kai Bettermann
      kombiniert beides sehr unterhaltsam und spekuliert teilweise über mögliche
      Zusammenhänge. Natürlich gibt es auch einige bekannte und unbekannte
      Songs aus seinem Leben zu hören. Sie werden wunderschön von Ursula
      Wawroschek am Klavier und am Cello begleitet. Ohne sie wäre der Abend
      nicht mal halb so schön.

      Datum: 12. Februar 2020, Schauspiel Duisburg

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