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      "Fifty-Fifty" heißt es wieder im Musiktheater im Revier (MiR) in Gelsenkirchen.
      Die musikalische Revue quer durch fast alle Genre startet in ihre zweite
      Runde. Dabei dürfen die Zuschauer das Programm mit gestalten. Das
      Ergebnis ist ein klasse Abend im kleinen Haus des MiR.

      Was wäre das Leben ohne Musik? Dabei gibt es eigentlich keine schlechte
      Musik, sondern nur Songs, die man mag oder weniger mag. Bei "Fifty-Fifty"
      stehen Blues, Rock und Pop neben Jazz und Schlagern auf der Bühne. Aus
      jedem Dorf ein Kater, wie Moderator Carsten Kirchmeier es schön formulierte.
      Das Programm ist eine sehr gelungene Promenadenmischung wie wir alle es
      sowieso sind. Präsentiert wird es von den Ensemblemitgliedern Christa
      Platzer, Anke Sieloff, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller, alle samt
      klassische Sänger, die vor fast nichts zurück schrecken. Mit dabei sind sogar
      Songs von Conny Francis oder Jürgen Drews, die aber gut interpretiert
      werden. Meistens werden dem Publikum vorher zwei bis drei Umschreibungen
      von Titeln genannt. Danach werden die Handzeichen gezählt oder der Applaus
      gemessen. Was kommt ist anschließend eine Überraschung.

      Das Repertoire ist international, begleitet von einer tollen, dreiköpfigen Band.
      Ab und zu greifen die übrigen Akteure auf der Bühne ebenfalls zum Instru-
      ment, Anke Sieloff zur Gitarre oder Carsten Kirchmeier zur Melodica.
      Carstens Assistentin Katrin Bewer betätigt einmal ihre Stimme. Man ist ein
      gut eingespieltes Team und selbst das Publikum wird zwangsläufig gefordert.
      Zwei Rampensäue dürfen als Gast auch auf die Bühne. Als Auflockerung
      spielt man eine Art "Dalli Dalli".

      Natürlich steht neben der locken und unterhaltsamen Moderation die Musik
      im Vordergrund. "Die Liebe ist ein seltsames Spiel", "Just a Gigolo", "Liebe
      ohne Leiden", "Junge", Uptown Girl", "Baby what you want me to do" von
      Jimmy Reed, "Footloose" von Kenny Loggins, "If I ain't got you" von Alicia
      Keys, "Sing a Song" von den Carpenters, "Starman" von David Bowie oder
      Töne von Gershwin oder Stevie Wonder sind nur eine Auswahl. "Bright Eyes"
      von Simon & Garfunkel ist ebenso ein Höhepunkt wie Almuth Herbst als
      Gast der Show. Sie sang wunderbar ein irisches Volkslied, begleitet von ihrer
      Tochter Funny an der Harfe, ein sehr seltenes und schönes Solo-Instrument.
      Funny studiert an der Folkwang Schule in Essen. Was für eine tolle Nummer!
      Ein großes Lob geht ebenso an Kapellmeister Thomas Rimes und seine
      Band, ohne die an diesem Abend nichts ging.

      Es war ein richtig unterhaltsamer Abend mit tollen Künstlern, die auch die
      leichte Muse nicht scheuen. Sie haben sogar Spaß daran und das merkt
      man ihnen an. Das Publikum spendete viel Applaus und stehende Ovationen.
      Sieben weitere "Fifty-Fifty"-Abende stehen diese Spielzeit noch auf dem
      Programm.

      Datum: 11. November 2018 (Premiere 2. Staffel)

      musiktheater-im-revier.de