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Online-Stream der Show 'Fifty Fifty Vol. 3' im MiR in Gelsenkirchen
Mit der letzten Wunschkonzertshow von "Fifty-Fifty Vol. 3" verabschiedete das Musiktheater im Revier (MiR) ein sehr beliebtes Format in den künstlerischen Ruhestand. Zwei der Akteure verlassen zum Ende der aktuellen Spielzeit das Haus und sind als Persönlichkeiten für dieses Showformat nicht zu zu ersetzen. Sehr schade, dass das Finale ohne Live-Publikum stattfinden musste.

Es war ein stets ein musikalischer Reigen aus bekannten Melodien. Die Zuschauer "früher" im Saal oder zuletzt im Chat konnten sich zwischen zwei Umschreibungen entscheiden, hinter denen jeweils ein Song stand. Welcher, das war nicht bekannt. Zwischen einem deutschen Schlager der 50er Jahre , eine französischen Chanson oder einer Rocknummer kam jede Form der Musik irgendwann mal vor. Gesungen wurde, was gewünscht war. Die klassisch ausgebildeten SängerInnen hatten keine Probleme mit der leichten Muse. Gäste aus dem Haus gab es auch. Sogar Generalintendant Michael Schulz soll einmal die Bühne gerockt haben.

Showmaster Carsten Kirchmeier führte auf seine sympathische Art stets unterhaltsam durch das Programm. Wolfgang Wilger am Klavier und die Band mit Andreas Kurth, Ralf Metz und Ian Steward boten dabei einen sehr guten Rahmen für die Vorgetragenden. Anke Sieloff, Christa Platzer, Joachim G. Maaß und Sebastian Schiller standen natürlich als Singende im Mittelpunkt, solo, als Duett oder zu Viert. Christa Platzer und Joachim G. Maaß dürfen ab dem Sommer nun jedoch ihren verdienten Ruhestand genießen. Es war stets ein sehr schöner Abend. Man wird sie sehr vermissen.

Die letzte Show hatte noch einmal einen richtig guten Sound parat, sowohl von der Band, als auch die SängerInnen. Man war sich des besonderen Auftritts bewusst. Christa Platzer verriet, dass sie den Song "Zwei kleine Italiener" immer am wenigsten singen mochte. Das Finale war musikalisch bunt durchgemischt. Los ging es mit einem Medley aus "Celebration", "Er gehört zu mir", "Moni, Moni, Moni" und "Quando, Quando". Ordentlich warmgesungen folgen "Sex bomb" als Duett mit Anke und Joachim, zu Udos 75. "Ich lieb dich überhaupt nicht mehr", ein Elvis-Medley von Joachim, "Here comes the flood" (Peter Gabriel) mit Sebastian und als tolles Damen-Duo mit Christa und Anke "Sorry, I'm a lady" und "Yes Sir, I can boogie" von Baccara. Es durfte auch zu Hause getanzt werden. In einem Deutschrock-Medley intonierte Sebastian den "König von Deutschland", "Neue Männer braucht das Land" und "Mit Pfefferminz bin ich dein Prinz". Er präsentierte ebenfalls gekonnt "Girls just wanna have fun" von Cindy Lauper. Der unvergessliche Roger Cicero war mit "Alles kommt zurück" vertreten. Die Setlist, auch beeinflusst durch die Online-Zuseher in Chat, war sehr vielfältig und gut.

Das Ende war leider unvermeidlich. Einmal muss man gehen. Joachim verabschiedete sich mit "Gute Nacht Freunde". Diesen Song schrieb Reinhard Mey 1972 für ein Duo namens Inga und Wolf, das damit beim deutschen Vorentscheid zum ESC antrat und nicht gewählt wurde. Reinhard Mey sang es anschließend selbst. Es wurde ein Hit. Man konnte jede Menge lernen. Christas Abschiedssong lautete "Leaving On A Jet Plane" von John Denver, mit der Unterzeile "... Kiss me and smile for me ...". Das macht doch gerne. Danke für die sehr schöne Zeit. Ganz zum Schluss durfte Anke sich gerne ein Tränchen aus dem Auge wischen, ein kleiner Moment der alles passend zusammenfasste.

Hoffnung für eine Nachfolgeshow besteht aber durchaus. Vermutlich unter einem anderen Namen und mit neuer Besetzung möchte man sein Publikum nicht im Stick lassen. Dafür war es einfach zu schön.

Datum: 22. Mai 2021

www.musiktheater-im-revier.de