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      Die Extraschicht 2016 war ein großer Erfolg. Trotz anfänglich schlechtem
      Wetter wurden rund 200.000 Besucher an 48 Spielorten in 20 Städten mit 2.000
      Künstler gezählt. Der Regen verzog sich eine Stunde nach Beginn So konnte
      man Musik, Theater, Ausstellungen, Lasershows oder Feuerwerke ausgiebig
      genießen. Schön war es, wenn man sich das richtige Programm ausgesucht
      hatte.

      Im Landschaftspark in Duisburg kamen erst nach dem Regen die Massen. Der
      Bahnsteig für die Fahrten mit den historischen Eisenbahnwaggons durch das
      Werksgelände von ThyssenKrupp Steel in Bruckhausen war aber schon früh
      bevölkert. Dabei war ebenfalls der ehemalige Salonwagen von August Thyssen
      mit 16 Plätzen und einem Konferenztisch aus dem Jahr 1868. Im Gasometer
      konnten die Besucher die Ausstellung "Wunder der Natur" erkunden und die
      Erde mal ganz nah und doch so fern erleben.

      Ein richtig gutes Programm hatte das Welterbe Zollverein zu bieten. Hier wurde
      es niemandem langweilig. Aktionstheater wurde groß geschrieben. Skurrile
      Maschinenwesen liefen über den Ehrenhof, auf dem Gleisboulevard tummelten
      sich seltsame Wesen und in Halle 5 konnte man eine riesige LED-Wand mit
      Hilfe von Zauberwürfeln interaktiv grafisch selbst gestalten. Auf den Vorplatz der
      Kohlenwäsche gab es flotte Musik der 1950er und 1960er live getanzt. Wer
      das Glück hatte, eine Führung durch die Ausstellung "Rock und Pop im Pott"
      im Ruhr Museum zu ergattern, der erfuhr, dass Nena ohne die Hilfe von Jim
      Rakete heute eine unbekannte Frau in Hagen wäre. 1969 spielten Deep Purple
      noch für 2.500 DM und die Gitarre des Gitarristen der ehemaligen Punkband
      Eisenpimmel hat nur eine Saite. Hier gibt es 900 Exponate zu entdecken, noch
      bis Februar 2017. Der Mit-Kurator Holger Krüssmann hatte viel zum Thema
      Musik in der Region zu berichten, schließlich hatte er die ersten Rockpalast-
      Nächte in der Grugahalle mit organisiert.

      Einen sehr schönen Abend konnte man auch im Nordsternpark genießen. Im
      Amphitheater spielte sehr gut die Neue Philharmonie Westfalen, darunter
      auch bekannte Filmmelodien. Dazu gab es regelmäßig Feuerwerk und eine
      Lasershow. Es gab sehr gefragte Führungen durch das Pumpwerk und viel Infor-
      matives im rekonstruierten Bergwerksstollen von alten Kumpels. Ein ehemaliger
      Fördermaschinist berichte hoch oben im Nordsternturm von seinen einsamen 25
      Jahren dort oben. Im darunter liegenden Videokunstzentrum konnte man die
      Ausstellung "A sense of history" erleben, ehe man mit dem Fahrstuhl ganz
      nach oben auf die Aussichtsplattform fahren konnte, immerhin 83 m hoch über
      dem Ruhrgebiet und zu Füßen des "Herkules" von Markus Lüpertz. Von hier ließ
      sich sogar das Höhenfeuerwerk im Amphitheater von oben genießen. Über dem
      Pumpwerk spielte bis fast 2 Uhr die gute Band "Musik for the kitchen". Wenige
      Schritte entfernt verabschiedete Dr. Musikus die Besucher beleuchtet und von
      einem Schulterfeuerwerk erhellt, mit "Heart of Gold" von Neil Young in die Nacht.

      Datum: 25. Juni 2016

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